Heizöl 2022 wieder billiger? Ölpreisprognose zeigt nach unten

12.08.21 • 10:55 Uhr • HeizOel24 News • Oliver Klapschus

Der Ölpreis an den internationalen Börsen sind mit Aufschlägen in den Donnerstag gestartet. Ein Barrel Rohöl (Brent) kostet 71,20 und damit ca. einen Dollar mehr als gestern. Die nationalen Heizölpreise ziehen nach und zeigen Aufschläge von bis zu 0,5 Cent bzw. Rappen je Liter. Im Inlands-Preisanstieg spiegelt sich auch die gestiegene Heizölnachfrage der letzten Tage wider.

Am Ölmarkt rücken die Monatsberichte der Internationalen Energieagentur und der OPEC in den Fokus, die für heute zur Veröffentlichung anstehen. Die wöchentlichen DOE-Lagerbestandsdaten aus Amerika, zeigten gestern ein weitgehend ausgeglichenes Bild. Geringen Abbauten bei Rohöl standen leichten Aufbauten bei Mitteldestillaten (Heizöl/Diesel) und leichte Abbauten bei Benzin gegenüber. Die Top-Meldung vom gestrigen Tage, wonach die US-Regierung Einfluss auf die OPEC nehmen will, damit diese ihre Fördermengen steigert und dadurch die Benzinpreise in den USA entlastet, entfaltete heute keine weitere Wirkung. Bereits am gestrigen Abend war der zwischenzeitliche Kursrücksetzer wieder ausgeglichen. Abseits des politischen Geplänkels wird ohnehin das reale Marktangebot entscheiden. Hier kommt der ebenfalls gestern veröffentlichte Monatsbericht der US-Energiebehörde EIA ins Spiel. Dieser lieferte sowohl den Bullen, die an der Börse auf steigende Ölpreise setzten, als auch den Bären brauchbare Argumente. Zu beachten ist allerdings, dass die Bullen vor allem am kurzen und die Bären am lange Ende fündig wurden. Soll heißen: 2021 bleibt das Ölangebot knapp und die Preise vermutlich hoch. Bis zum Jahresende sieht die EIA Ölpreise auf dem aktuellen Niveau zwischen 71 und 3 Dollar je Barrel Brent. 2022 sorgt das sukzessive steigende Ölangebot für Preisdruck und ein prognostiziertes Niveau von 63,33 Dollar je Barrel Brent im vierten Quartal 2022.

Anhand der Ölpreisprognose für den Weltmarkt lässt sich zugleich eine Handlungsempfehlung für den nationalen Heizölmarkt ableiten: Wer für den kommenden Herbst und Winter Heizöl braucht und der EIA vertraut, der sollte bei Preisrücksetzern, wie z.B. am letzten Montag, über eine Bestellung nachdenken. Wer über komfortable Vorräte im eigenen Heizöltank verfügt, kann den Markt gelassen beobachten und einen Kauf im Frühjahr 2022 anvisieren. Bereits ab den ersten Quartal 2022 erwartet die EIA Barrelpreise unter 70 Dollar. ok

HeizOel24-Tipp: Heizöl monatlich bezahlen. Wählen Sie bei der Bestellung aus sechs bis 18 Monaten Laufzeit, erhalten Sie Ihre Lieferung wie gewohnt und lassen Sie die Teilbeträge bequem per Lastschrift abbuchen. So lassen sich die Kosten einfach verteilen, wie bei Strom oder Gas. HeizOel24. 12.08.2021

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