Ölpreise schwanken – Markt bleibt misstrauisch

18.12.25 • 11:57 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Die Ölpreise haben sich nach dem starken Rücksetzer der vergangenen Tage vorsichtig stabilisiert. Auslöser waren neue Spannungen rund um Venezuela und die jüngsten US-Bestandsdaten, die zumindest kurzfristig für etwas Auftrieb sorgten. Gleichzeitig bleibt die Sorge vor einem gut gefüllten Ölmarkt allgegenwärtig. Für Heizöl bedeutet das: Nach den deutlichen Abschlägen zuletzt bewegt sich der Markt heute leicht nach oben.

Am Ölmarkt konnten die Rohölpreise gestern zunächst an Stärke gewinnen und sich mit dem gebildetem Auftrieb nach oben kämpfen. Für kurzfristige Unterstützung sorgte vor allem der verschärfte Kurs der USA gegenüber Venezuela. Nachdem bereits ein Öltanker beschlagnahmt wurde, verdichten sich Hinweise, dass weitere Exporte blockiert werden könnten. In Venezuela selbst werden zudem die Lagerkapazitäten knapp, da üblicherweise rund zwei Drittel der täglichen Rohölförderung exportiert werden.

Zusätzlichen Rückenwind lieferten neue US-Bestandsdaten des Department of Energy (DOE), die einen deutlichen Rückgang der Rohölvorräte zeigten. Allerdings blieb die Wirkung begrenzt, da gleichzeitig weiterhin hohe Produktbestände gemeldet wurden. Das Bild bleibt damit widersprüchlich: weniger Rohöl in den Lagern, aber keine echte Knappheit bei Diesel und Benzin.

Politisch bleibt aber der Ukraine-Konflikt im Fokus. Zwar laufen Gespräche zwischen der Ukraine, den USA und europäischen Partnern weiter, doch ein greifbares Ergebnis ist bislang nicht in Sicht. Die Hoffnung auf Fortschritte reicht aktuell nicht aus, um den Markt nachhaltig zu bewegen. Entsprechend pendelten Brent, WTI und Gasoil im Tagesverlauf, ohne neue Impulse zu setzen.

Mit der Stabilisierung an den Börsen kommen auch die Heizölpreise gestärkt in den Donnerstag, mit Veränderungen von durchschnittlich rund 0,4 Cent je Liter. Die starke Abwärtsdynamik ist vorerst eingedämmt, ein klarer Aufwärtstrend ist aber ebenfalls nicht erkennbar. Vielmehr färbt das Börsen-Ping-Pong ab, sodass die Heizölpreise im bundesweiten Mittel zwischen 88 und 90 Cent je Liter schwanken.

In Österreich und der Schweiz zeigt sich ein ähnliches Bild. Die Preise stabilisieren sich nach den jüngsten Abschlägen und schwanken aktuell um das erreichte Niveau. Nach den Rückgängen der vergangenen Woche bewegen sich die Heizölpreise derzeit in einer engen Spanne.

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