
Iran-Ultimatum katapultiert Heizölpreise nach oben
20.02.26 • 12:05 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel
Zum Wochenende ging es an den Börsen nochmal turbulent zu. Die Rohölpreise haben gestern den höchsten Stand seit sechs Monaten erreicht, getrieben von einem Ultimatum Washingtons an Teheran und überraschend starken US-Lagerdaten. Heizöl zieht heute Morgen im DACH-Raum um rund anderthalb bis zwei Cent pro Liter nach oben.
Ausgelöst hat den Anstieg der Rohölpreise vor allem eine Aussage aus Washington. US-Präsident Trump stellte dem Iran ein Ultimatum: Binnen zehn bis maximal 15 Tagen müsse Teheran ein Abkommen über sein Atomprogramm vorlegen, andernfalls drohten “sehr schlimme Dinge”. Der Iran antwortete mit der Ankündigung, im Falle eines Angriffs US-Stützpunkte in der Region ins Visier zu nehmen. Die Gespräche zwischen beiden Seiten laufen zwar weiter, aber die Drohkulisse wird lauter.
Zusätzlichen Auftrieb gaben die offiziellen Lagerdaten des US-Energieministeriums (DOE), die wegen des Feiertags am Montag erst am Donnerstagabend erschienen. Die amerikanischen Rohölvorräte sanken um 9,0 Millionen Barrel, weit mehr als erwartet. Auch bei Benzin und Destillaten, dem Vorprodukt von Heizöl, gingen die Bestände kräftig zurück. Knappere Lager bedeuten in der Regel Preisdruck nach oben.
Brent, die europäische Rohölreferenzsorte, notiert heute Morgen bei 72,18 US-Dollar je Barrel, WTI, das amerikanische Pendant, zieht ebenfalls an. ICE Gasöl stand bei 738,75 US-Dollar und damit rund 11 US-Dollar über dem gestrigen Schluss.
Im Hintergrund läuft weiterhin die Debatte über das strukturelle Überangebot am Ölmarkt. Analysten von JP Morgan weisen darauf hin, dass der Markt seit der zweiten Hälfte 2025 im Überschuss ist und dieser Trend anhalten dürfte. Die OPEC+ plant ab April schrittweise mehr zu fördern, darüber entschieden wird bei der nächsten Sitzung am 1. März.
Die gestiegenen Rohölpreise schlagen sich heute deutlich in den Heizölpreisen im DACH-Raum nieder. In Deutschland kostet Heizöl am Mittag 97,5 Cent pro Liter. Der Chart zeigt mittlerweile einen steilen Anstieg der vergangenen Tage, der die Heizölpreise vom Februartief bei rund 92 Cent pro Liter auf ein neues Monatshoch gehoben hat.
In Österreich liegen die Heizölpreise heute bei knapp 1,10 Euro pro Liter und zeigen sich mit ganz neuer Dynamik. Mit einer starken Aufwärtsbewegung geht Heizöl auch dort ins Wochenende. In der Schweiz kostet Heizöl mittlerweile 96 Rappen pro Liter, ein deutlicher Sprung gegenüber dem Vortag. Im Chart ist der Anstieg klar als scharfer Schritt nach oben erkennbar, der Heizöl im Vergleich zu gestern einen Rappen teurer zeigt.
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| Börsendaten | Freitag 20.02.2026 12:05 Uhr | Schluss Vortag 19.02.2026 | Veränderung zum Vortag |
|---|---|---|---|
Rohöl Brent Crude | 71,28
$
pro Barrel | 71,98
$
pro Barrel | -0,97% |
Gasöl | 735,00
$
pro Tonne | 736,50
$
pro Tonne | -0,20% |
Euro/Dollar | 1,1761
$
| 1,1771
$
| -0,08% (konstant) |
USD/CHF | 0,7763
CHF
| 0,7747
CHF
| +0,21% (etwas fester) |
| Heizölpreis | Freitag 20.02.2026 12:05 Uhr | Schluss Vortag 19.02.2026 | Veränderung zum Vortag |
|---|---|---|---|
Deutschland | 97,53 € | 96,11 € | +1,48% |
Österreich | 110,21 € | 108,36 € | +1,71% |
Schweiz | 95,99 CHF | 95,07 CHF | +0,97% |
| Ø 100l Preis bei 3.000l | |||
| 4-Wochen Prognose | |||
|---|---|---|---|
| Rohöl | steigend | ||
| Heizöl | steigend | ||
| alle Angaben ohne Gewähr | |||
