
Heizölpreise aktuell für Deutschland











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Marktbarometer
Heizölpreise Wochenschau
DOE-Lagerbestände vom 15.10.2026
(Daten für die 41. KW 2026 in Mio. Barrel)| Bestand | zur Vorwoche | zum Vorjahr | |
| Rohöl | 415,6 | -8,6 | -8,2 |
| Heizöl/Diesel | 102,6 | -2,5 | -14,4 |
| Benzin | 208,3 | +3,5 | -10,6 |
| Cushing* | 26,6 | +1,9 | +4,6 |
| Raffinerie- auslastung |
93,5 % | +0,8 % | +7,8 % |
Marktreaktion:
Mehr Diesel bremst nervöse Ölpreise
Wochen-News für die 42. KW 2026
Die Ölpreise haben eine unruhige Woche hinter sich, die am Ende dann doch ein gutes Stück ruhiger ausklingt, als sie zur Wochenmitte aussah. Brent steuert auf Wochensicht auf das zweite Plus in Folge zu, und die US-Sorte WTI hat zum Wochenende hin sogar noch kräftiger zugelegt. Gasöl hat dagegen einen klaren Bogen geschlagen. Am Dienstag ging es steil nach oben, seit Mittwoch dann wieder abwärts, am Donnerstag und Freitag besonders deutlich.
Für die Unruhe sorgte vor allem Saudi-Arabien. Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz aus dem Jemen griff den Flughafen von Riad immer wieder an und erklärte die Anlagen des staatlichen Ölkonzerns Aramco zu Angriffszielen. Am Dienstagabend traf es dann tatsächlich die Aramco-Zentrale in Dhahran, ein Bürogebäude geriet in Brand. Ob die Ausfuhren des Königreichs darunter gelitten haben, ist bis heute allerdings offen, und das hat dem Markt im Lauf der Woche wieder etwas von seiner Nervosität genommen. Rund um die Straße von Hormus wurden derweil so viele Schiffe angegriffen wie in keinem vergleichbaren Zeitraum seit Kriegsbeginn.
Gebremst wurde der Anstieg gleich von mehreren Seiten. Die Internationale Energieagentur (IEA) rechnet für dieses Jahr mit einem noch stärkeren Rückgang des weltweiten Ölverbrauchs und sieht die Lieferungen aus dem Persischen Golf wieder deutlich anziehen. Washington erwägt, die Sanktionen für Tanker der sogenannten Schattenflotte zu lockern, um die teuren Frachten zu drücken. Und beim Diesel kommt endlich Bewegung in den Markt. Russland liefert nach dem Abkommen mit den USA wieder, und die IEA-Länder wollen ihre restlichen Notreserven schneller freigeben, Diesel inklusive. Genau das hat Gasöl zum Wochenende hin nach unten gezogen.
Im Ukraine-Krieg kam die von US-Präsident Trump am Sonntag verkündete Waffenruhe für Energieanlagen kaum zum Tragen. Schon am Montag warf der ukrainische Präsident Selenskyj Moskau neue Angriffe auf Energieanlagen vor, in der Nacht zum Mittwoch folgte eine ganze Serie russischer Schläge. Am Donnerstag nahm Kiew dann seine Angriffe auf russische Raffinerien wieder auf, was Trump scharf kritisierte.
Beim Heizöl zeichnet die Woche ein deutliches Zickzack. In Deutschland startete der Liter günstig, und die Nachfrage war zu Wochenbeginn so hoch wie seit Mitte September nicht mehr. Am Mittwoch zog der Preis um mehrere Cent an, bis Freitag war dieser Aufschlag aber wieder abgebaut, und unterm Strich endet die Woche sogar einen Hauch unter dem Montag. In Österreich bewegte sich der Liter die ganze Woche über in einer Spanne von nur rund einem Cent. Die Schweiz erlebte dagegen den heftigsten Ausschlag. Dort kletterte der Liter zur Wochenmitte auf den höchsten Wert der vergangenen drei Monate und liegt jetzt zwar wieder darunter, aber weiterhin auf hohem Niveau. Für alle, die mitten in der Heizsaison bestellen müssen, endet die Woche zumindest in Deutschland versöhnlich.
Wie setzt sich der Heizölpreis zusammen?
- Vertriebs-, Lagerkosten, Händlermarge:
Der kleinste Teil des Heizölpreises wird unmittelbar durch die Händlerschaft im Inland beeinflusst. Neben dem Kostenblock, der aus Lagerung, Lieferung, Vertrieb und Marketing entsteht ist hier auch die Gewinnmarge des Lieferanten enthalten. Bei kleineren Bestellmengen ist dieser Anteil höher und bei sehr großen Mengen tendiert der Anteil gegen Null. - Steuern und Abgaben:
Ein erheblicher Teil des Verbraucherpreises für Heizöl entfällt auf Steuern und staatlich festgelegte Abgaben. Die Mineralöl- bzw. Energiesteuer beträgt in Deutschland weiterhin 6,135 Cent je Liter schwefelarmes Heizöl. Hinzu kommt die CO₂-Abgabe, die seit dem 1. Januar 2021 erhoben wird und bis 2025 stufenweise angestiegen ist. Im Jahr 2025 lag der CO₂-Preis bei 55 Euro je Tonne CO₂. Für Heizöl entspricht dies einem Aufschlag von 17,4 Cent pro Liter. Die Abgabe gilt ebenfalls für Benzin, Diesel und Erdgas. Ab 2026 und 2027 ist politisch ein Preiskorridor von 55 bis 65 Euro je Tonne CO₂ vorgesehen. Ab 2028 soll die Preisbildung im Rahmen des europäischen Emissionshandels ETS 2 frei erfolgen. Neben der Energiesteuer und der CO₂-Abgabe wirkt sich auch die Lkw-Maut als indirekter Kostenfaktor auf die Verbraucherpreise aus, da Transportkosten in die Endpreise einfließen. Auf sämtliche Bestandteile wird zusätzlich die Mehrwertsteuer von 19 % erhoben, was den Endpreis weiter erhöht. - Produktpreis:
Aus dem Rohöl entsteht in der Raffinerie Gasöl. Es zählt zur Gruppe der Mitteldestillate und gelangt als Heizöl in den Handel. Durch den hohen Steueranteil hat nur noch rund die Hälfte des Preises, den deutsche Endverbraucher für einen Liter Heizöl zahlen, ihren Ursprung im Ölpreis.
An den Steuern führt kein Weg vorbei und dem Händler bleibt kaum Spielraum für Rabatte.
Wer beim Heizölkauf sparen will, muss auf einen günstigen Produktpreis spekulieren. Dieser bildet sich Tag für Tag an der Börse.
Wissenswertes zum Thema Heizölkauf
✓ Heizöl kaufen - günstig und sicher
Schnell und einfach sparen bei der Ölbestellung: von Hamburg über Berlin bis Stuttgart und München. Der Heizöl-Preisvergleich berechnet fortlaufend die günstigsten Angebote der teilnehmenden Händler für ganz Deutschland. HeizOel24 vergleicht in Sekunden die Angebote von über 500 Heizölhändlern aus der gesamten DACH-Region, darunter über 400 Lieferanten aus Deutschland, und zeigt Ihnen das günstigste Angebot für Ihren Bedarf. Geben Sie einfach Ihre Postleitzahl und die benötigte Menge in den Preisrechner ein und rufen Sie die tagesaktuellen Heizölpreise der verfügbaren Händler ab.
Anschließend wählen Sie Ihren Lieblingshändler aus der angezeigten Ergebnisliste. Das günstigste Angebot steht ganz oben. Zuverlässig, transparent und fair! Auch Sonderwünsche wie Liefertermin, Bezahlart, erforderliche Schlauchlänge, Fahrzeuggröße und Heizölsorte fließen in die Berechnung ein.
Die angezeigten Preise im Heizölrechner von HeizOel24 ändern sich fortlaufend. Grund dafür sind neben den Börsenschwankungen die Kalkulationsänderungen der Heizölhändler, die sich bei den Heizölpreisen auf der Plattform unterbieten. Für den Kaufabschluss gilt immer der angezeigte Heizölpreis zum Zeitpunkt der Bestellung als verbindlich vereinbart. Dieser Preis gilt bis zur Lieferung!
Um saisonale Schwankungen und Tendenzen zu erkennen, sollten Kunden bei ihrer Kaufentscheidung auch die Heizölpreise im Chartbild berücksichtigen. Die Auswahl gibt Ihnen dabei die Möglichkeit, die Heizölpreisentwicklung sowohl auf regionaler als auch nationaler Ebene zu verfolgen.
✓ Ölpreis - Tendenz und Prognose
Welcher Preistrend herrscht an der Börse vor? Geht die Tendenz beim Öl nach oben oder nach unten?
Was heute an der Börse geschieht, wirkt sich bereits am nächsten Tag auf den Heizölpreis aus. Damit ist der Markt für Heizöl viel schnelllebiger, aber auch interessanter als der Markt für Strom oder Gas. Der Kunde entscheidet aktiv, wann er kauft und hat damit direkten Einfluss auf die Heizkosten des nächsten Winters.
Der aktuelle Trend der Ölpreise am Weltmarkt ist ein wichtiger Anhaltspunkt für Besitzer einer Ölheizung. Um die Heizölpreisentwicklung zu antizipieren empfiehlt es sich, die Börsenkurse für Rohöl, Gasöl und Euro/Dollar im Chartbild regelmäßig zu beobachten.
Weiterhin sollte man sich mit der Prognose befassen. Je langfristiger, desto unsicherer wird diese. während die automatisch berechnete Heizölpreis-Prognose für den nächsten Werktag eine gute Orientierung gibt, haben auf lange Sicht selbst Experten Probleme, die Ölpreisentwicklung richtig einzuschätzen. Neben der Analyse von Marktdaten zu Angebot und Nachfrage macht für eine langfristige Preisprognose auch ein Blick auf das Chartbild Sinn. Häufig ist hier auf den ersten Blick eine Tendenz sichtbar.
✓ Heizölpreise im Internet vergleichen
Regelmäßiges Vergleichen und Beobachten sollte deshalb zum Pflichtprogramm für preisbewusste Ölheizungsbesitzer gehören. Damit die "Pflicht" nicht zur Belastung wird, sondern schnell erledigt ist und Sparen richtig Spaß macht, gibt es HeizOel24!
Zusätzlich zum aktiven Preisvergleich über den Heizölrechner gibt außerdem die Möglichkeit, sich über kostenlose Preisabos oder einen individuell einstellbaren Preisalarm informieren zu lassen. Bei Unterschreitung Ihres hinterlegten Schwellenwerts wird Ihnen eine E-Mail oder wahlweise auch ein Push-Nachricht aufs Smartphone geschickt. Dieses Informationsangebot ist natürlich kostenlos und unverbindlich.
Heizölpreise vergleichen und beobachten ist also kein Hobby, sondern allen Verbrauchern zu empfehlen, die preiswert Heizöl kaufen möchten!
✓ Bildung der Heizölpreise in Deutschland
Weitere Einflussfaktoren sind die regionale Nachfrage, die Wetterentwicklung, die Preispolitik des Mineralölhandels sowie die Mineralöl- und Mehrwertsteuer. Besonders in Zeiten hoher Nachfrage hat auch die Nachversorgung der Raffinerien und landesweit verteilter Großtanklager Einfluss auf die Preise. Es ist nicht nur wichtig, dass insgesamt genug Öl da ist, sondern, dass es auch regional verfügbar ist, wo es vom Heizölhandel gebraucht wird. Ein Blick auf die Öl-Infrastruktur zeigt, wie das Öl zum Verbraucher gelangt.
Wichtigster europäischer Hafen für die Löschung der Öltanker ist Rotterdam. Von hier aus werden besonders die Gebiete am Rhein, bis hinauf nach Basel versorgt. Ostdeutschland erhält viel Öl per Pipeline aus Osteuropa. Bayern und der Süden haben Anschluss an Pipelines aus dem Mittelmeerraum.
U.a. an den Raffineriestandorten Ingolstadt, Karlsruhe, Leuna, Schwedt, Hamburg, Gelsenkirchen und Wesseling entstehen aus dem Rohöl die verschiedenen Produkte wie Benzin, Kerosin und natürlich Diesel und Heizöl. Unsere Dieselpreise finden Sie in einer separaten Auflistung.