Ölmarkt im Würgegriff des Überangebots

19.12.25 • 11:46 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Die Ölpreise steuern zum zweiten Mal in Folge auf eine schwache Wochenbilanz zu. Trotz geopolitischer Schlagzeilen aus Venezuela und Russland bleibt der Markt erstaunlich unbeeindruckt. Über dem Börsenparkett hängt weiter das Damoklesschwert eines gut gefüllten Angebots, das größere Erholungen ausbremst. Für Heizölkunden bedeutet das heute: die Preise bleiben unter Druck und geben im Inland nochmals leicht nach. Im Tagesverlauf werden Abschläge von durchschnittlich 0,2 Cent bzw. Rappen je Liter erwartet.

Am Ölmarkt setzte sich auch am Donnerstag das bekannte Muster fort. Kurz aufkeimende Hoffnungen verpufften schneller, als sie entstanden. Zwar sorgten Meldungen über knappe Lagerkapazitäten in Venezuela sowie mögliche neue US-Sanktionen gegen Russland zeitweise für Aufmerksamkeit, doch am Ende überwog erneut ein Thema: das erwartete Überangebot im kommenden Jahr.

Brent und WTI versuchten nach der kleinen Erholung vom Mittwoch zunächst, weiter Boden gutzumachen. Diese Bewegung hielt jedoch nicht lange. Gewinnmitnahmen und eine spürbare Zurückhaltung vor wichtigen Konjunkturdaten bremsten den Markt aus. Die Preise rutschten im Donnerstagshandel wieder nach unten und schlossen nahe ihrer Tiefs.

Auch geldpolitischer Rückenwind blieb aus. Die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank vom Vortag, die den Leitzins unverändert ließ, sorgte zwar für Planungssicherheit, setzte am Ölmarkt aber keine neuen Impulse. Zusammen mit den besser als erwarteten Inflationsdaten aus den USA fehlte es an frischer Fantasie. Der Markt bleibt auf Sparflamme. Am letzten Tag der Handelswoche notiert die Nordseesorte Brent bei 59,64 US-Dollar, die amerikanische Ölsorte WTI bei 55,84 US-Dollar und damit auf dem niedrigsten Stand seit Februar 2021.

Die schwache Wochenperformance an den Ölbörsen nimmt auch die Inlandspreise an die Hand. Nach dem zögerlichen Aufbäumen am Vortag geht es heute wieder Richtung Süden. In Deutschland ist nun erneut die 89-Cent-Marke im Visier, die es zu knacken gilt. Im Vergleich zu November, als der Durchschnittspreis 94,9 Cent je Liter betrug, zeigt sich der letzte Monat im Jahr milder. Aktuell beträgt das Monatsmittel 90,2 Cent je Liter mit Spielraum nach unten. Kurz vor den Weihnachtsfeiertagen nutzen viele Verbraucher das auf Jahressicht günstige Preisniveau zum Nachtanken.

In Österreich rücken die Heizölpreise unaufhaltsam weiter nach unten und sind inzwischen bei einem landesweiten Durchschnittspreis von knapp 1, 06 Euro angekommen. In der Schweiz zögert der Preis für Heizöl heute etwas und knüpft an das gestrige Niveau an, ohne klare Richtungsziele. Das kantonweite Mittel beläuft sich am Vormittag auf 91,2 Rappen je Liter.

HeizOel24-Tipp: Die Abwärtsbewegung bei den Heizölpreisen lässt nun wieder mehr Spekulationsraum zu. Hier lohnt sich, ein Preisalarm zu setzen. Sie legen den Preis fest, zu dem Sie kaufen möchten, und werden automatisch informiert, sobald Ihr Wunschwert erreicht wird. HeizOel24

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