Ölpreis: Bestandsdaten stoppen Höhenflug

28.11.19 • 11:01 Uhr • HeizOel24 News • Oliver Klapschus

Die Ölpreise an den internationalen Börsen sind am Mittwoch nach einem zwischenzeitlichen Anstieg deutlich gefallen. Ursächlich waren die US-Lagerbestandsdaten für Rohöl, Gasöl, und Benzin am Nachmittag. Die nationalen Heizölpreise profitieren von den rückläufigen Ölpreisen und fallen am Donnerstag um durchschnittlich 0,5 Cent bzw. Rappen je Liter. Die Bestelltätigkeit der Verbraucher bleibt vorerst schwach.

Überraschend hohe Aufbauten bei den wöchentlichen US-Lagerbestandsdaten, die am Mittwochnachmittag vom DOE gemeldet wurden drücken die Ölbörsen kurzfristig ins Minus. Die Rohölbestände zeigten sich entgegen der Erwartung eines geringen Abbaus mit leichten Aufbauten. Die Lagermengen an Mitteldestillate (Heizöl/Diesel) erhöhten sich wie erwartet leicht und vor allem Benzin konnte mit hohen Aufbauten positiv überraschen. Insgesamt raubten die Bestandsdaten dem Ölpreisanstieg der letzten Tage die Kraft und die Notierungen fielen infolge der Datenbekanntgabe um bis zu zwei Prozent zurück. Weitere Marktmeldungen halten sich hinsichtlich ihrer preislichen Wirkung aktuell die Waage. Während aus Libyen Gefechte gemeldet werden, die die Produktion am Ölfeld El-Fell zum Stillstand bringen fördert Russland im November offenbar erneut mehr Öl als im Rahmen der OPEC+-Vereinbarungen zugesagt. Marktbeobachter sehen auf Monatsbasis die achte Überschreitung der Förderquoten im laufenden Jahr. Für den weiteren Wochenverlauf sind an den Börsen aufgrund des langen Feiertagswochendes in den USA keine entscheindenden Preisbewegungen mehr zu erwarten.

Mit Blick auf den nationalen Heizölmarkt verbleibt dieser in der ruhigen Phase. Der November dürfte der erste Monat seit Mai werden, der im Vergleich zum Vorjahr eine geringere Bestelltätigkeit der Verbraucherschaft aufweist. Ähnliches ist auch für den Dezember zu erwarten, denn 2018 überzeugte nach zahlreichen Markt- und Preisturbulenzen mit einem starken Schlußspurt. 2019 lieferte über weite Strecken einen ausgeglichenen Heizölhandel mit gleichmäßig hoher Nachfrage. Am Jahresende dürfte der Heizölabsatz bis zu einem Drittel über dem Vorjahreswert liegen. -ok

HeizOel24-Tipp: Welcher Händler bringt mein Heizöl? Werfen Sie vor der Bestellung einen Blick auf die Lieferantenprofile mit Unternehmensbeschreibung Kundenbwertungen. HeizOel24. - 28.11.2019

Jetzt auf dem Laufenden bleiben
Infoservices
122,99 €
Veränderung
+3,80 %
zum Vortag
122,99 €
/100l
Prognose
+2,92 %
zu morgen
Ø DE €/100l bei 3.000l | 03.03.2026, 10:33
$/Barrel +4,72%
Gasöl 987,25
$/Tonne +10,43%
Euro/Dollar 1,1615
$ -0,62%
US-Rohöl 74,96
$/Barrel +5,53%
Börsendaten
Donnerstag
28.11.2019
11:01 Uhr
Schluss Vortag
27.11.2019
Veränderung
zum Vortag
Rohöl
Brent Crude
63,57 $
pro Barrel
64,14 $
pro Barrel
-0,89%
Gasöl
586,00 $
pro Tonne
589,25 $
pro Tonne
-0,55%
Euro/Dollar
1,1014 $
1,1006 $
+0,07%
(konstant)
USD/CHF
0,9987 CHF
0,9987 CHF
0,00%
(konstant)
Heizölpreis
Donnerstag
28.11.2019
11:01 Uhr
Schluss Vortag
27.11.2019
Veränderung
zum Vortag
Deutschland
65,17 €
65,77 €
-0,90%
Österreich
76,14 €
76,74 €
-0,78%
Schweiz
89,18 CHF
89,71 CHF
-0,60%
Ø 100l Preis bei 3.000l
4-Wochen Prognose
Rohöl leicht steigend
Heizöl konstant
alle Angaben ohne Gewähr

HeizOel24 Logo
Marktbarometer

Tagesaktuelle Auswertung des Handelsgeschehens auf HeizOel24 im Vergleich zum Durchschnitt der letzten 12 Monate.
Eskalation im Nahen Osten treibt Heizölpreise auf Drei-Jahreshoch
02.03.26 • 10:55 Uhr • Janin Wordel
Die Drohungen sind Realität geworden. USA und Israel haben den Iran am Wochenende militärisch angegriffen, Irans oberstes Staatsoberhaupt Ali Chamenei wurde getötet, und die Straße von Hormus ist nach Tankerangriffen faktisch dicht. Der Rohölmarkt reagierte in der Nacht zum Montag mit dem größten Preissprung seit Jahren, die Heizölpreise folgen und starten die neue Woche mit massiven Aufschlägen von Weiterlesen
Heizölpreise gehen teurer ins Wochenende
27.02.26 • 11:06 Uhr • Janin Wordel
Die Atomgespräche zwischen den USA und dem Iran in Genf haben gestern keinen Durchbruch gebracht, sollen aber fortgeführt werden. Der Rohölmarkt erlebte einen der volatilsten Tage der Woche, die Preise schossen zeitweise auf neue Langzeithochs, bevor es zu Gewinnmitnahmen kam. Die Heizölpreise ließen sich von der Abwärtsbewegung anstecken, drehen aber in Deutschland und Österreich am Morgen erneut Weiterlesen

Pressekontakt

Oliver Klapschus
Geschäftsführer
030 7017120
Newsarchiv