Heizölpreise im freien Fall

30.09.25 • 10:09 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Die Ölpreise haben am Montag deutlich nachgegeben und knüpfen im Dienstagshandel an ihre Verluste an. Vor allem die Wiederaufnahme der kurdischen Rohölexporte und ein neuer Gaza-Friedensplan sorgten für Verkaufsdruck. Heizölkunden in Deutschland und der Schweiz profitieren heute von spürbaren Preisabschlägen in Höhe von durchschnittlich 1,3 Cent bzw. 0,5 Rappen je Liter. In Österreich tendieren die Heizölpreise eher nach oben und kleinere Preisaufschläge sind möglich.

Die Ölfutures haben den Wochenauftakt deutlich schwächer beendet. Der Gasoil-Kontrakt rutschte am Montag auf 700 US-Dollar pro Tonne ab, ein Minus von knapp 33 US-Dollar gegenüber dem Vortag. Auch Rohöl gab an den Börsen nach. Die Nordseesorte Brent fiel auf 67,55 US-Dollar je Barrel, die amerikanische Ölsorte WTI auf 63,12 US-Dollar.

Grund für die Abwärtskorrektur war die Wiederaufnahme der kurdischen Rohölexporte über die Kirkuk-Ceyhan-Pipeline in die Türkei. Nach zweieinhalb Jahren Stillstand kommen damit täglich bis zu 190.000 Barrel zusätzlich auf den Markt, was von Marktteilnehmern stärker gewichtet wird als die in Kraft getretenen UNO-Sanktionen gegen den Iran.

Gestern stellten US-Präsident Trump und Israels Premier Netanjahu im Weißen Haus zudem einen 20-Punkte-Friendensplan für Gaza vor. Die Hamas müsste demnach binnen 72 Stunden alle Geiseln freilassen und ihre politische Rolle in Gaza an ein neutrales Verwaltungskomitee abgeben. Ob die Miliz zustimmt, ist völlig offen. Vorerst blieb es bei der Hoffnung auf Entspannung, während charttechnische Verkaufssignale den Druck verstärkten und die Preise im Tagesverlauf weiter nachgaben.

Für die Heizölpreise in Deutschland geht es heute steil nach unten in Richtung 90 Cent-Marke. Im Vergleich zu gestern zahlen Verbraucher durchschnittlich 1,3 Cent je Liter weniger. Damit haben sich die Heizölpreise wieder auf ihr September-Niveau eingependelt und liegen aktuell bei rund 90,7 Cent je Liter. Eine stabile Bewegung in der Spanne zwischen 90 und 91 Cent, die den gesamten Monat geprägt hat. Eine Standardbestellung von 3.000 Litern kostet aktuell im Mittel etwa 2.720 Euro, das sind rund 50 Euro weniger als gestern.

In der Schweiz bewegen sich die Heizölpreise ebenfalls südwärts. Im Schnitt zahlen Ölheizer dort 0,5 Rappen je Liter weniger als gestern. Mit 93,7 Rappen je Liter ist die Preisspitze der letzten Tage überwunden und der flüssige Brennstoff ist wieder auf Preiskurs. Kunden in Österreich müssen in einigen Regionen wie Kärnten oder der Steiermark mit Preisaufschlägen rechnen, während die Heizölpreise in den restlichen Bundesländern eher unbewegt bleibt. Im österreichweitem Mittel kostet Heizöl 1,12 Euro pro Liter. Seit Mitte September tendieren die Heizölpreise nach oben und haben sich knapp zwei Prozent verteuert.

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