Ölpreisanstieg – Israel attackiert Iran

19.04.24 • 11:24 Uhr • HeizOel24 News • Fabian Radant

Über Nacht stiegen die Heizölpreise um bis zu 1,05 Cent bzw. Rappen pro Liter an. Hintergrund ist der israelische Vergeltungsschlag für den iranischen Vergeltungsangriff am Wochenende. Aktuell scheint der Iran allerdings deeskalieren zu wollen, was wieder Entspannung in den Ölmarkt bringt. Die USA haben derweil die Sanktionen gegen den venezuelischen Ölsektor wieder eingeführt und nach einer fünfundvierzigtägigen Übergangsfrist verliert der Weltmarkt den legalen Zugang zu einem Großteil des dort produzierten Rohöls.

Die Ölpreise zogen über Nacht stark an. Hintergrund ist der israelische Angriff auf den Iran. Aufgrund der bisher deeskalierenden Vorgehensweise des Irans entspannen sich die Preise allerdings wieder. Der Euro sank auf 1,064 Dollar. ICE Gasoil nahm zum Handelsstart die psychologisch wichtige 800 Dollar pro Tonne Marke ins Visier, sank inzwischen allerdings auf 774 Dollar pro Tonne und wartet auf neue Richtungsimpulse. Die Rohölsorten Brent und WTI folgen weiterhin einem moderaten Aufwärtstrend und werden mit 87 bzw. 83 Dollar pro Fass gehandelt. Tendenziell dürften die Heizölpreise im Tagesverlauf etwas fallen.

In der vergangenen Nacht gab es einen Angriff seitens Israel auf den Iran. Laut den USA wurden diese einen Tag zuvor durch Israel über diesen Angriff informiert, ähnlich dem Vorgehen des Irans. Der Ölmarkt befürchtet nun eine Eskalationsspirale, was zu den massiven Preisanstiegen über Nacht führte. Der Iran versucht derweil den Angriff klein zu reden, was das Aufwärtspotential aktuell einschränkt.

Ebenfalls preistreibend wirkt sich die Wiedereinführung US-amerikanischer Sanktionen gegen den venezuelischen Ölsektor aus. Diese waren gegen das Versprechen demokratischer Wahlen ausgesetzt worden, die amtierende venezuelische Regierung hat diese allerdings nicht eingehalten. Es gibt nun eine fünfundvierzigtägige Übergangsfrist, nach der das venezuelische Rohöl dem Weltmarkt nicht mehr zur Verfügung steht.

Im Zuge des israelischen Angriffs auf den Iran steigen die Risikoaufschläge am Ölmarkt sprunghaft an. Ob diese sich kurzfristig wieder abbauen, hängt von der weiteren Vorgehensweise des Iran ab, welcher allerdings vorerst zu deeskalieren scheint. In Österreich folgt der Heizölmarkt noch der gestrigen Abwärtsbewegungen des Ölmarktes mit einem durchschnittlichen Rückgang von 0,25 Cent pro Liter. Schweizer Heizölinteressenten müssen derweil einen Aufpreis von im Schnitt 0,7 Rappen und deutsche Heizölnutzer einen Aufpreis von durchschnittlich 1,05 Cent pro Liter einplanen. Dennoch gibt es regional weiterhin viele Angebote unter einem Euro pro Liter. -fr-

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