Heizölpreise stagnieren

08.09.21 • 10:10 Uhr • HeizOel24 News • Fabian Radant

Während deutsche Heizölkäufer mit einem kleinen Aufpreis von durchschnittlich 0,04 Cent pro Liter Heizöl in den Tag starten und Österreicher sich über einen minimalen Preisnachlass von 0,02 pro Liter freuen können, starten die Schweizer mit dem Durchschnittspreis von gestern in den Tag. Impulse für eine stärkere Preisänderung könnte es ab Donnerstag dieser Woche geben.

Preissteigernd auf den Rohöl- und damit Heizölpreis wirkt sich heute aus, dass der Iran die Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA) verweigert. Dies findet in der Form statt, dass Inspektoren der IAEA ihre Überwachungstätigkeit verboten ist. Die IAEA will, sollte der Iran nicht einlenken, das Thema bis zum UN-Sicherheitsrat eskalieren. Der Iran kritisiert dies und gibt an, dass eine Wiederaufnahme der Gespräche mit einem solchen Schritt stark gefährdet werden würden. Im Juni diesen Jahres sind die Gespräche ins Stocken gekommen, da es vor dem Antritt der aktuellen iranischen Regierung zu keiner Einigung zwischen den Beteiligten kam. Der neue iranische Präsident gibt an grundsätzlich zu einer Wiederaufnahme der Gespräche bereit zu sein, vermied es bisher allerdings konkrete Daten zu nennen. Laut der IAEA besitzt der Iran inzwischen ausreichend waffenfähiges Uran für den Bau einer Atombombe. Dies wiederum wird eine Einigung für ein Atomabkommen stark erschweren und damit die Aufhebungen der Sanktionen für z. B. den Export iranischen Rohöls wahrscheinlich verhindern. In der Folge wird es wahrscheinlich keine zusätzlichen Ölmengen auf dem Weltmarkt geben, was sich preissteigernd auswirkt.

In der D-A-CH-Region stagnieren die Preise mehr oder weniger auch am Mittwochmorgen. Mit neuen Preisanstößen ist ab heute Abend zu rechnen, wenn es erste neue Daten z. B. zu dem US-Amerikanischen Ölbestands- und Verbrauchsdaten gibt. Auch bei dem Bedarf der Heizölkunden ist dies ersichtlich. Es wird konstant aber zurückhaltend gekauft, voraussichtlich in der Hoffnung einen weiteren Preissturz nutzen zu können. Vor allem Käufer, die auf den außergewöhnlichen Preis aus dem letzten Jahr hoffen, werden wahrscheinlich enttäuscht. Aufgrund der Erholung der Wirtschaft von Corona und zum Beispiel der CO2-Abgaben in Deutschland, wird der Preis sehr wahrscheinlich wieder in den Normbereich zurückkehren. Schaut man sich die letzten drei Jahre an, erkennt man, dass die Preise sich aktuell auf einem mittleren Niveau in der D-A-CH Region befinden. -fr-

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