Keine Einigung: OPEC+ schickt Ölpreis weiter nach oben

06.07.21 • 14:58 Uhr • HeizOel24 News • Oliver Klapschus

Die Öl- und Heizölpreise steigen auch am Dienstag weiter. Die für Montag angesetzten OPEC+-Verhandlungen führten zu keiner Einigung hinsichtlich höherer Förderquoten. Der Rohölpreis (Brent) kann infolgedessen weiter zulegen und markiert ein neues Langzeithoch bei knapp 78 Dollar je Barrel. Die heimischen Heizölpreise ziehen nach und zeigen sich durchschnittlich 0,5 Cent bzw. Rappen je Liter fester. Die Nachfrage bleibt schwach, zeigt sich aber gegenüber dem Juni mittlerweile deutlich belebt.

Die OPEC und insbesondere ihr Schwergewicht Saudi-Arabien hat den Ölmarkt weiterhin fest im Griff. Zum einen gab es am gestrigen Montag neuerlich keine Einigung über den Vorstoß der Vereinigten Arabische Emirate zu einer stärkeren Anhebung der Förderquoten, zum anderen gab Saudi Arabien heute höhere Exportpreise für den August bekannt. Die staatliche Ölgesellschaft Saudi Aramco passt ihre Auf- und Abschläge gegenüber den regionalen Referenzpreisen für alle Erdteile nach oben an. Fazit: Öl ist genug vorhanden, das Gros der Exportstaaten setzt ausgangs der Corona-Krise aber vor allem auf Preis- statt Absatzmengenmaximierung. Russland und Mexiko sind als Teil der OPEC+ auf einer Linie mit den OPEC-Staaten. Die USA sind aktuell noch nicht in der Lage, die eigene Ölförderung soweit auszuweiten, als dass sie die Preise am Weltmarkt unter Druck setzen könnten.

Der heimische Heizölmarkt zeigt sich trotz oder zunehmend auch wegen der steigenden Ölpreise leicht belebt. Aufgrund der voranschreitenden Jahreszeit ziehen Verbraucher offenbar häufiger die Reißleine, um noch stärker steigenden Ölpreisen zuvorzukommen. Die Hoffnung, auf eine ausgeprägte Ölpreiskorrektur, noch vor dem Herbst, schwindet. Je näher es auf die Heizperiode zugeht, desto stärker wird folglich der Handlungsdruck, denn nach dem kalten Frühjahr sind viele Tanks leer. Speziell bei Rückschlägen am Ölmarkt könnte die Heizölnachfrage erfahrungsgemäß schon Ende August einen ersten Höhepunkt erreichen. So oder so lässt die auffallend geringe Tankaktivität der Privathaushalte eine außergewöhnlich hohe Heizölnachfrage im Herbst erwarten. - ok

HeizOel24-Tipp: Der Sommer ist die ideale Zeit für eine Tankreinigung. Die Heizung lässt sich problemlos abschalten und der Tankfüllstand ist meist niedrig. Dies ist keine Voraussetzung, aber durchaus hilfreich. Tipps, Infos und Termine finden Sie hier bei HeizOel24. 06.07.2021

Jetzt auf dem Laufenden bleiben
Infoservices
134,87 €
Veränderung
-0,55 %
zum Vortag
134,87 €
/100l
Prognose
+5,21 %
zu morgen
Ø DE €/100l bei 3.000l | 04.05.2026, 19:48
Nordseeöl 113,92
$/Barrel +4,32%
Gasöl 1.328,25
$/Tonne +3,33%
Euro/Dollar 1,1693
$ -0,38%
US-Rohöl 105,40
$/Barrel +2,83%
Börsendaten
Dienstag
06.07.2021
14:58 Uhr
Schluss Vortag
05.07.2021
Veränderung
zum Vortag
Rohöl
Brent Crude
76,87 $
pro Barrel
77,10 $
pro Barrel
-0,30%
Gasöl
618,00 $
pro Tonne
617,00 $
pro Tonne
+0,16%
Euro/Dollar
1,1843 $
1,1862 $
-0,16%
(konstant)
USD/CHF
0,9226 CHF
0,9224 CHF
+0,02%
(konstant)
Heizölpreis
Dienstag
06.07.2021
14:58 Uhr
Schluss Vortag
05.07.2021
Veränderung
zum Vortag
Deutschland
70,43 €
69,10 €
+1,93%
Österreich
74,64 €
73,56 €
+1,45%
Schweiz
87,17 CHF
85,69 CHF
+1,72%
Ø 100l Preis bei 3.000l
4-Wochen Prognose
Rohöl steigend
Heizöl steigend
alle Angaben ohne Gewähr

HeizOel24 Logo
Marktbarometer

Tagesaktuelle Auswertung des Handelsgeschehens auf HeizOel24 im Vergleich zum Durchschnitt der letzten 12 Monate.
Öl lässt Preisspitze hinter sich
04.05.26 • 10:50 Uhr • Janin Wordel
Die Ölpreise haben zum Ende der vergangenen Woche nachgegeben und starten auch in den Montag mit Verlusten. Brent notiert bei rund 107 US-Dollar je Barrel. Die Lage am Persischen Golf bleibt dabei alles andere als entspannt: Washington startet heute seinen umstrittenen Geleitschutz durch die Meerenge, Teheran hat einen neuen 14-Punkte-Plan vorgelegt. Die Heizölpreise haben sich etwas beruhigt und kommen Weiterlesen
Ölpreise katapultieren sich auf Kriegshoch
30.04.26 • 10:07 Uhr • Janin Wordel
Der Mittwoch endete mit einem deutlichen Preissprung am Ölmarkt, und der findet am Donnerstagmorgen noch kein Ende. Die eh schon festgefahrene Lage am Persischen Golf wurde noch durch die Meldung getoppt, wonach Trump heute vom Militärkommando über neue Optionen für Angriffe auf den Iran unterrichtet werden soll. Die Ölbullen brachen aus und zogen Brent zeitweise auf über 126 US-Dollar je Barrel, den Weiterlesen

Pressekontakt

Oliver Klapschus
Geschäftsführer
030 7017120
Newsarchiv