Abwärts vor dem Wochenende - Ölpreis startet Konsolidierungsversuch

19.02.21 • 13:01 Uhr • HeizOel24 News • Oliver Klapschus

Die Ölpreise an den internationalen Rohstoffbörsen geben vor dem Wochenende deutlich nach. Brent Rohöl notiert bei knapp 63 Dollar je Barrel. US-Rohöl (WTI) fällt auf 59 Dollar je Barrel und damit wieder deutlich unter die 60-Dollar-Marke. Die Heizölpreise in der DACH-Region folgen dem Weltmarkttrend und geben um durchschnittlich 0,5 Cent bzw. Rappen je Liter nach. Der schwachen Nachfrage hilft dies zunächst nicht auf die Sprünge. Hier überwiegt, dass die Heizölpreise auf Wochensicht zwei Cent/Rappen gestiegen sind.

Die Konsolidierungswelle an den Börsen hat den Ölmarkt erfasst. Unter dem Eindruck, dass neben kurzfristigen Problemen viel Vorschusslorbeeren eingepreist wurden, geben die Ölpreise vor dem Wochenende nach. Ein gewichtiger Faktor für die Preisbildung bleibt die aktuelle Kältewelle in den USA, mit frostigen Temperaturen bis an den Golf vom Mexiko und Strom- und Raffinerieausfällen in Texas. Der ungewöhnlich kräftige Polarluftvorstoß soll allerdings bereits im Laufe des Wochenendes abflauen und in der kommenden Woche dürfte bei zweistelligen Plusgraden Normalität in der Ölindustrie einkehren. Auch wenn die wöchentlichen Lagerbestandsdaten noch einmal schlecht ausfallen, da sie rückwirkend gemeldet werden, hat der Ölpreis aus der amerikanischen Perspektive Abwärtspotential. Die DOE-Lagerbestandsdaten für die Woche vom 8. bis 14. Februar, die gestern gemeldet wurden, konnten den Ölpreis trotz unerwartet hoher Abbauten nicht nachhaltig stützen. Der aufkommende Konsolidierungsdruck nach knapp zehn Dollar, bzw. 18 Prozent Ölpreisanstieg seit Monatsbeginn war zu groß.

Mit Blick auf den heimischen Heizölmarkt gibt es vor dem Wochenende keine neuen Impulse. Kunden mit Heizölbedarf sollten sich angesichts der weit hochgelaufenen Rohölpreise, die das höchste Niveau seit über einem Jahr widerspiegeln, überlegen, geplante Käufe auf die kommende Woche zu verschieben. Mit etwas Glück erschließt sich Abwärtspotential für die hiesigen Heizölpreise. Nach der verbrauchsintensiven Kältewelle zeigt sich die letzte Februarwoche zudem äußerst mild und verlängert die Reichweite der Restbestände im Tank. - ok

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