Corona-Mutationen und steigende Lagerbestände - Ölmarkt vor Bewährungsprobe

22.01.21 • 11:28 Uhr • HeizOel24 News • Oliver Klapschus

Die Öl- und Heizölpreise befinde sich am Freitag auf dem Rückzug. Rohöl (Brent) fällt zurück in Richtung 55 Dollar je Barrel. Die nationalen Heizölpreise ziehen nach und liegen durchschnittlich 0,3 Cent bzw. Rappen je Liter tiefer als gestern. Im Wochenverlauf ergibt sich ein Minus von gut einem Cent bzw. Rappen je Liter. Die Nachfrage nach Heizöl bleibt schwach.

An den internationalen Ölbörsen dominieren am Freitag Nachfragesorgen und Gewinnmitnahmen das Bild. Die anhaltende Unsicherheit über den Einfluss neu auftretender Corona-Mutationen auf den Pandemieverlauf drückt zusehends auf die weit hochgelaufenen Börsenkurse. Auch aus China wird nun wieder über Mobilitätsbeschränkungen und neue lokale Lockdowns berichtet. Am Ölmarkt zeichnen sich entsprechend der US-Lagerbestandsdaten des American Petroleum Institutes (API) ein steigender Angebotsüberhang ab. Die Daten des Department of Energy (DOE) lassen feiertagsbedingt auf sich warten und kommen erst heute Nachmittag zur Veröffentlichung. Eine angebotsseitige Schwächung durch Pipelineprobleme im Libyen entfaltet dagegen keine preisstützende Wirkung. Die kommende Woche dürfte spannend und zu einer Bewährungsprobe für den jüngsten Aufschwung der Ölpreise werden.

Mit Blick auf den heimischen Heizölmarkt warten Handel wie Verbraucher dringend auf neue Impulse. Der nunmehr sechs Wochen währende Seitwärtstrend beim Heizöl hat bestand, wobei die Preise aktuell zu unteren Rand des Trendkanals tendieren. Ein Ausbruch mit anschließendem Test der Abwärtsspielräume in der kommenden Woche scheint zumindest möglich. Die Nachfrage bleibt auffällig schwach. Aufgrund der kurzen Lieferfristen haben auch Kunden, bei denen sich aufgrund leerlaufender Tanks Bedarf abzeichnet, zeitlichen Spielraum für Preisspekulationen. - ok

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