50 Euro Scheine

Brenn- und Kraftstoffe: Steueranteil steigt 2021 weiter

Die Ölpreise bleiben am letzten Handelstag vor Weihnachten volatil. Richtungsweisende Bewegungen bleiben aus und Rohöl (Brent) pendelt weiter um die Marke von 50 Dollar je Barrel. Die Heizölpreise in der DACH-Region haben ihren Zenit kurzfristig überschritten und geben wie bereits gestern durchschnittlich 0,3 Cent bzw. Rappen je Liter nach. Die Heizölnachfrage zieht aufgrund des Preisrückgangs noch einmal leicht an, bleibt aber insgesamt unterdurchschnittlich.

An der Börse kann sich der Ölpreis im Schlepptau der Aktienmärkte berappeln. Die zum Wochenbeginn neu aufgekeimten Corona-Ängste werden zunehmend in den Hintergrund gedrängt und der Fokus der Märkte richtet sich weit ins nächste Jahr auf die hoffentlich kommende Erholung. Ob die realwirtschaftliche Entwicklung mit den inzwischen weit vorausgeeilten Kursen schritthalten kann, wird sich zu Beginn des nächsten Jahres zeigen. Nach oben wird die Luft für den Ölpreis ohne neue Erfolgsmeldungen von der Corona-Front so langsam dünn. Stolperfallen gibt es reichlich, was auch das Heizöl noch einmal billiger machen könnte.

Der heimische Heizölmarkt verabschiedet sich mit dünnen Umsätzen in die Feiertage. Mit dem Jahreswechsel ist dann auch der Hype um die neue CO2-Abgabe ad acta gelegt. Nachdem die Energiesteuer (ehem. Mineralölsteuer) von 6,135 Cent je Liter auf schwefelarmes Heizöl Extraleicht über Jahre konstant war, verdoppelt sich der Satz nun in etwa. Ab 1. Januar 2021 werden zusätzlich ca. 6,7 Cent (7,9 Cent inkl. MwSt.) CO2-Abgabe aufgeschlagen. Bei einem Heizölpreis von 50 Cent je Liter beträgt der Anteil an Steuern und Abgaben dann zukünftig ziemlich exakt 20 Cent bzw. 40% – der Umwelt zuliebe. Verglichen mit anderen Energieträgern besteht hier durchaus noch Luft nach oben. Beim Strom entfallen gut 50% des Preises für eine Kilowattstunde auf Steuern und Umlagen. Bei Kraftstoffen ist die Staatsquote am höchsten. Auch hier schlägt ab 1. Januar 2021 die neue CO2-Abgabe zu Buche und schraubt die Staatsquote bei einem Liter Benzin auf fast 70%. Beim energiesteuerlich geringer belasteten Diesel sind es gut 60%. Erdgas wird ähnlich hoch wie Heizöl belastet. Zum Aktuellen Steueranteil von ca. 25% kommt auch hier die CO2-Abgabe und schraubt den staatlich manifestierten Kostenblock auf ca. 35%. Steuerlich fein raus sind auch 2021 weiterhin Verbraucher, die mit Holzpellets heizen. Im Preis von aktuell ca. 200 Euro je Tonne Holzpellets ist lediglich der ermäßigte Satz von 5% Mehrwertsteuer enthalten. Auch wenn dieser am 1. Januar 2021 zurück auf 7% steigt, bleiben die Holzpresslinge in Sachen Steuern und Abgaben unschlagbar günstig. Energiesteuer fällt nicht an und die CO2-Abgabe greift auch nicht. Damit dürfte der erste Platz im Brennstoffkostenvergleich – der im zweiten Halbjahr 2020 lange beim Heizöl lag – bis auf weiteres wieder bei den Pellets zementiert sein. Zum Vergleich: Ein Liter Heizöl liefert ca. 10 kWh Energie. Das entspricht ca. einem Kubikmeter Erdgas oder 2 kg Holzpellets. - ok

HeizOel24-Tipp: 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr für Sie da! Wir wünschen frohe Weihnachten und hoffen, Sie bleiben uns auch 2021 gewogen. Herzlichst Ihr HeizOel24 23.12.2020

Börsendaten:
  Mittwoch 23.12.2020 - 13:58 Uhr Schluss Vortag 22.12.2020 Veränderung zum Vortag
Rohöl
Brent Crude
50,14 $
pro Barrel
49,84 $
pro Barrel
+0,60%
Gasöl 417,00 $
pro Tonne
414,50 $
pro Tonne
+0,60%
Euro/Dollar 1,2182 $ 1,2162 $ +0,16%
(konstant)
USD/CHF 0,8901 CHF 0,8891 CHF +0,11%
(konstant)
Heizölpreis Ø 100 Liter Heute 23.12.2020 - 13:58 Uhr Gestern   Veränderung zum Vortag
Deutschland 54,19 € 54,49 € -0,54%
Österreich 59,11 € 59,05 € +0,09%
Schweiz 69,57 CHF 69,50 CHF +0,10%
4-Wochen-Prognose
Rohöl Heizöl
fallend fallend
alle Angaben ohne Gewähr
Ölpreis Höhenangst

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