Heizölpreise in München und Stuttgart besonders attraktiv

06.08.20 • 13:32 Uhr • HeizOel24 News • Oliver Klapschus

Die Ölpreise rudern am Donnerstag zurück. Rohöl (Brent) testet dabei die 45-Dollar-Unterstützung und besonders die für den Heizölpreis ausschlaggebenden Gasölnotierungen zeigen sich schwach. Das Euro-Dollar-Verhältnis bleibt konstant günstig und entsprechend eröffnen sich auch für die nationalen Heizölpreise Abwärtsspielräume. Mit durchschnittlich 0,4 Cent bzw. Rappen je Liter im Vergleich zum Vortag fallen die vorerst bescheiden aus. Wichtig ist jedoch die Bestätigung des Abwärtstrends. Die Gefahr eines Trendbruchs ist vorerst gebannt. Die Nachfrage geht infolgedessen zurück.

An den internationalen Ölbörsen lag das Hauptaugenmerk gestern auf den wöchentlichen DOE-Lagerbestandsdaten aus den USA. Diese bestätigten im Kern die API-Erhebung vom Vortag, die mit hohen Abbauten in den Rohöllagern für steigende Preise gesorgt hatte. Mit nur -7,4 Mio. Barrel fiel der Abfluss in der DOE-Version allerdings 1,2 Mio. Barrel geringer aus als beim API. Auch innerhalb der Produktgruppen gab es Verschiebungen. So sah das DOE geringere Zuwächse bei den wenig beachteten Mitteldestillaten (Heizöl/Diesel), dafür aber deutlich mehr Benzin in den Großtanklagern als das API. Unter dem Strich sorgten die DOE-Bestandszahlen gestern mit dafür, dass dem Ölpreisanstieg die Luft ausging. Zusätzlich Wind aus den Segeln nahm die verhaltene Stimmung am Aktienmarkt, der in einen volatilen Seitwärtstrend zu laufen scheint. Corona-Sorgen und Zukunftsoptimismus halten sich die Waage. Die Erholungsrallye nach dem Börsencrash im März ist definitiv vorbei. Der Herbst muss zeigen, wie es tatsächlich um die Weltwirtschaft bestellt ist und was die Börsen daraus machen.

Im heimischen Heizölhandel dürfte es nach dem kurzen Aufflackern einer Marktbelebung am Dienstag zunächst betont ruhig weitergehen. Die Preisentwicklung signalisiert Verbrauchern mit Bedarf weiterhin, dass keine Eile bei der Platzierung von Bestellungen geboten ist. Selbiges gilt für die Lieferfristen, die derzeit kurz sind, wie lange nicht. Der Auftragsstau aus dem Frühjahr ist weitgehend abgearbeitet und Neubestellungen trudeln eher kleckerweise ein, was zwischenzeitlich sogar empfindlich auf die Raffinerie- und Großhandelsmargen drückt. Besonders Kunden in Bayern und Baden-Württemberg, die in den letzten Jahren häufig unter Sondersituationen (extremes Niedrigwasser am Rhein, Raffineriebrand in Vohburg, etc.) zu leiden hatten, könne jetzt echte Heizöl-Schnäppchen einfahren. Das Preisniveau in München ist derzeit nicht höher als in Hamburg. Ebenfalls auffällig günstig präsentiert sich Stuttgart. Der bundesweite Durchschnittspreis bei 3.000 Liter Gesamtabnahme liegt laut HeizOel24-Statistik aktuell bei 41 Cent je Liter. In vielen Regionen sind auch Preise knapp unterhalb von 40 Cent je Liter realisierbar. Ausreißer nach oben bilden einige Postleitzahlengebiete mit schwachem regionalen Wettbewerb, die sowohl in Mecklenburg-Vorpommern als auch im Norden und Osten Bayerns zu finden sind. Hier werden vom Handel teils Heizölpreise von um die 45 Cent je Liter aufgerufen. Insgesamt bleibt die Gelegenheit, sich mit Heizöl zu bevorraten aber überall außerordentlich günstig, was auch für Österreich und die Schweiz gilt. Anfang August lagen die Heizölpreise zuletzt vor 16 Jahren tiefer. - ok

HeizOel24-Tipp: Heizölpreise beobachten und vergleichen. Am Besten täglich bei HeizOel24. 06.08.2020

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