Ölpreise bewegen sich nach DOE-Daten kaum

23.07.20 • 12:28 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Die Ölpreise gerieten nach der Veröffentlichung der Daten des Department of Energy leicht unter Druck, sammelten aber mit Blick auf gesunkene Benzinbestände und mögliche Finanzhilfen der US-Regierung ihre Fassung. Für die Heizölpreise im Inland deutet sich leichtes Aufwärtspotenzial an, das mit durchschnittlich 0,1 Cent bzw. Rappen je Liter nicht stark ins Gewicht fällt .

Aus der Aufwärtsbewegung an den Ölbörsen wurde schon mit den am Dienstag veröffentlichten Bestandsdaten des American Petroleum Institute (API) die Luft herausgelassen. Die offiziellen Daten des Energieministeriums taten ihr Übriges. Zwar wurden auch vom DOE Aufbauten bei den Rohölbeständen gemeldet, doch nicht in dem Umfang wie vom API berichtet. Die Rohölvorräte stiegen in der Woche bis zum 17. Juli um 4,9 Millionen Barrel auf 536,6 Millionen Barrel, für die Analysten im Vorfeld mit Abbauten rechneten. Die Benzinbestände sanken wie erwartet um 1,8 Millionen Barrel. Was Marktteilnehmer enttäuschte, ist der Rückgang der Gesamtnachfrage um -0,8 Millionen Barrel pro Tag infolge der Covid19-Pandemie. US-Präsident Donald Trump sagte am Dienstag, dass sich der Ausbruch wahrscheinlich verschlimmern würde, bevor er besser würde. Mit seiner Äußerung nahm er Abstand von seiner bisherigen Position, die Wirtschaft zügig wieder zu öffnen und keine weiteren Lockdowns einzuführen. Die Ölpreise gaben gestern einen Teil ihrer Gewinne wieder ab und bewegten sich im frühen Donnerstaghandel kaum. Ein Barrel der amerikanischen Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) kostete am Morgen 42,01 US-Dollar, ein Fass der Nordseesorte Brent kostete 44,38 US-Dollar.

Das Aufblühen des Handelsstreits zwischen den USA und China setzte die Rohöl-Futures zudem unter Druck. Die amerikanische Regierung forderte Peking am Dienstag auf, das chinesische Konsulat in der texanischen Großstadt Houston innerhalb von 72 Stunden zu schließen. Eine unbekannte Quelle teilte den Medien mit, dass China daraufhin erwäge, das US-Konsulat in Wuhan zu schließen. Als Grund für die Schließung gab US-Außenminister Mike Pompeo an, dass amerikanische intellektuelle Eigentum sowie private Informationen von amerikanischen Staatsbürgern schützen zu wollen. Zwischen Vorwürfen über Gesetzesverstöße, Einmischungen in innere Angelegenheiten und Sanktionen ist ein einvernehmliches Ende des andauernden Streits noch nicht absehbar, was mittelfristig nicht zu einer Stabilisierung der Ölpreise beitragen dürfte. Der Markt bleibt hin- und hergerissen zwischen bearishen und bullishen Faktoren und damit stark volatil. -jw

HeizOel24-Tipp: Wie haben sich die Heizölpreise in den vergangen Jahren entwickelt. In unseren Heizöl-Charts sehen Sie, wie günstig oder teuer Heizöl im Vergleichszeitraum ist. HeizOel24. 23.07.2020

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