Heizöl: Onlinehandel boomt weiter

Heizöl wird heut zum ersten Mal in diesem Jahr teurer. Den Preisanstieg von 0,3 Cent bzw. Rappen je Liter dürften Kunden allerdings verschmerzen können. Im Vergleich zu den vorherigen Verlusten fällt dieser kaum ins Gewicht.

Die Preise für Gasöl und Rohöl konnten sich gestern in einem volatilen Handelsumfeld zumindest stabilisieren. Bei Nordseeöl (Brent Crude Rohöl) zeigte sich die Marke von 50 Dollar je Barrel als wichtige Unterstützung. Aktuell kostet ein Barrel Brent Öl 51,20 Dollar. Der steile Abwärtstrend der Vortage ist damit gestoppt. Merklich teurer ist Öl am Weltmarkt dennoch nicht geworden. Dass die Inlandspreise für Heizöl leicht anziehen liegt in erster Linie am schwachen Euro, der mittlerweile auf einen Gegenwert von 1,18 US-Dollar abgerutscht ist.

Die ersten US-Lagerbestandsdaten des neuen Jahres offenbarten weiter hohe Zuwächse in den nordamerikanischen Großtanklagern, die als repräsentativ für die übrige Welt gelten. Zudem handelt es sich um die einzige regelmäßig publizierte Datenerhebung dieser Art. Gestern hat das Department of Energy (DOE) gestern folgende Veränderungen im Vergleich zur Vorwoche gemeldet:

  • Rohöl: mäßiger Abbau (- 3,1 Mio. Barrel)
  • Destillate (Heizöl, Diesel): extrem hoher Aufbau (+ 11,2 Mio. Barrel)
  • Benzin: sehr hoher Aufbau (+ 8,1 Mio. Barrel)

Insgesamt waren die Bestandsdaten eindeutig bearish (preisdrückend) zu interpretieren.

Infolge des anhaltenden Preistiefs ist die Nachfrage nach Heizöl in Deutschland, Österreich und der Schweiz gleichermaßen ungebrochen. Bereits im Dezember 2014 war trotz der traditionell umsatzschwachen Weihnachtswoche ein neuer Umsatzrekord im Onlinehandel zu verzeichnen. Generell ist der Trend zum Onlinekauf von Heizöl ungebrochen. Selbst direkt an den Weihnachtsfeiertagen - zwischen Gänsebraten und Verwandtschaftsbesuch - tätigten einige hundert Verbraucher ihren Heizölklick im Internet. Insgesamt waren es im Dezember etliche Zehntausend, der rund fünf Millionen deutschen Ölheizer, die über Heizölportale bestellten. Für den Januar zeichnet sich bereits jetzt eine mindestens genauso hohe Verbraucheraktivität ab. Die neuesten Trends beim Online-Heizöl sind Ratenkauf und Rechnungskauf. - ok

Börsendaten:
Ein Barrel Rohöl (159 l) der Sorte Brent kostet in London aktuell rund 51,20 $, Gasöl ca. 481 $ / t
Heizölpreise in Deutschland und Österreich ca. + 0,30 € / 100 l gegenüber gestern Vormittag. Schweiz: + 0,30 CHF / 100 l.
Euro/US Dollar: ca. 1,180 (Euro leichter)
US Dollar/Franken: ca. 1,022 (Franken leichter)
4-Wochen-Prognose Rohöl: Ölpreis weiter unter Druck
4-Wochen-Prognose Heizöl: Heizölpreise im Abwärtstrend
alle Angaben ohne Gewähr

HeizOel24-Tipp:Bezahlen Sie Ihr Heizöl wie Sie wollen! Bar, EC, in monatlichen Raten oder auf Rechnung. Immer gilt natürlich: Litergenaue Abrechnung bei Lieferung. www.heizoel24.de - 08.01.2015

Bohrinsel Türme

Öl- und Heizölpreise wie 2019 - Nachfrage steigt schneller als Angebot

weiterlesen
Destilat

Ölpreis: Steigende Lagerbestände drücken nur kurz

weiterlesen
Öl- und Heizölpreis driften auseinander

Öl- und Heizölpreise auf Vor-Corona-Niveau

weiterlesen

Pressekontakt

+49 (0)30 701 712 0
Oliver Klapschus
Geschäftsführer