Iran stoppt US-Gespräche und Öl dreht

02.06.26 • 10:05 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Nach dem kräftigen Preissprung zum Wochenstart kommt am Dienstagmorgen wieder etwas Luft aus dem Markt. Nachdem der Iran nach erneuten Angriffen im Libanon nicht mehr reden möchte, bleibt Trump optimistisch. Heizöl trägt allerdings die Aufschläge vom Montag noch mit sich.

Der starke Anstieg am Montag kam vor allem am Nachmittag zustande. Aus Teheran wurde berichtet, dass der Gesprächsaustausch mit den USA über Vermittler ausgesetzt werde. Als Grund wurden die israelischen Angriffe im Libanon genannt, die aus iranischer Sicht einen Verstoß gegen die Waffenruhe darstellen. In dem Zusammenhang wurde auch betont, dass ein Bruch der Waffenruhe an einer Front als Bruch insgesamt gewertet werde.

Zusätzlich wurde aus iranischen Kreisen angedeutet, dass als Reaktion weitere Schritte geprüft werden könnten. Genannt wurde vor allem die Straße von Hormus, zusätzlich wurde auf weitere mögliche Konfliktfronten durch verbündete Gruppen verwiesen. Diese Aussagen haben am Markt die Sorge verstärkt, dass sich die Versorgungslage erneut verschärfen könnte.

Im weiteren Verlauf des Tages kam Bewegung in die Gegenrichtung. Aus den USA folgten Aussagen von Donald Trump, die den Eindruck eines vollständigen Gesprächsabbruchs relativierten. Während er zunächst erklärte, dass ihn eine mögliche Pause der Gespräche nicht störe, stellte er später klar, dass die Verhandlungen aus seiner Sicht weiterlaufen und ein Abschluss weiterhin möglich sei.

Diese widersprüchlichen Signale haben dazu geführt, dass ein Teil der zuvor eingepreisten Risikoprämie wieder zurückgenommen wurde. Die Preise gaben im späten Handel entsprechend wieder etwas nach.

Indes meldete das US Militär Angriffe auf iranische Ziele, nachdem zuvor eine Drohne abgeschossen worden war. Die Lage in der Region bleibt weiterhin angespannt, da sich die Kampfhandlungen im Libanon weiter ausgeweitet haben.

Heute Morgen knüpfen die Ölpreise an ihre gestrigen Verluste an und kommen etwas zurück. Die Nordseesorte Brent bewegt sich aktuell um die Marke von 94 US-Dollar je Barrel, die amerikanische Ölsorte WTI fällt auf rund 91 US-Dollar.

Bei Heizöl wirkt der gestrige Anstieg noch nach und die Aufschläge im Inland bleiben zunächst bestehen. Los geht es mit durchschnittlich +0,6 Cent bzw Rappen je Liter.

Deutschlandweit bleiben die Heizölpreise damit nahe dem Vortagesniveau, aktuell bei durchschnittlich 1,19 Euro je Liter. In Österreich und der Schweiz zeigt sich ein ähnliches Bild. Auch hier ziehen die Preise leicht an und folgen den Vorgaben vom Wochenstart. In Österreich liegt der Durchschnitt bei rund 1,44 Euro je Liter, in der Schweiz bei etwa 1,18 Franken.

Mit der gestrigen Teuerung hat die Nachfrage leicht angezogen. Die Sorge vor einer möglichen Preis-Kehrtwende hat viele dazu bewegt, lieber jetzt zu vergleichsweise moderaten Konditionen nachzuordern. Die durchschnittlichen Lieferfristen liegen derzeit bei drei Wochen.

HeizOel24-Tipp: Ein Blick in den Intraday-Chart zeigt, wie sich die Heizölpreise im Tagesverlauf entwickeln und welche Bewegungen sich tatsächlich durchsetzen. Durch die Aktualisierung alle fünf Minuten werden Veränderungen früh sichtbar und lassen sich besser für Kaufentscheidungen einordnen. HeizOel24

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