Ukraine-Angriffe und Iran-Spannungen stützen Ölpreise

13.01.26 • 12:18 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Die Ölpreise sind am Dienstag nach Meldungen über ukrainische und russische Drohnenangriffe sowie neue US-Strafzölle für Länder, die Handel mit dem Iran betreiben, fester gestartet. Die Heizölpreise folgten der Aufwärtsbewegung an den Börsen und werden heute in Deutschland, Österreich und der Schweiz ebenfalls etwas teurer.

Die Ölpreise stiegen am Dienstag, beeinflusst von geopolitischen Unsicherheiten im Nahen Osten und in Lateinamerika. Im Iran, einem bedeutenden Fördermitglied der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), dauern die größten Anti-Regierungs-Proteste seit Jahren an. Die Unruhen verstärken die Sorge über mögliche Beeinträchtigungen der iranischen Ölexporte, was nach Einschätzung von Marktbeobachtern zu einer erhöhten Risikoprämie für die Ölbörsen führen kann. In Reaktion auf die Lage kündigte der US-Präsident an, künftig Strafzölle von 25 % auf Geschäfte mit den USA für Staaten zu erheben, die Handel mit dem Iran treiben. Hauptimporteure iranischen Öls sind unter anderem China und Indien. Analysten bewerten diese Entwicklungen als zusätzlichen preisstützenden Faktor am Ölmarkt.

Gleichzeitig richtet sich die Aufmerksamkeit auf Venezuela. Nach der Ablösung von Präsident Maduro könnte das Land bis zu 50 Millionen Barrel Öl an die USA liefern, was das globale Angebot kurzfristig erhöhen könnte. Internationale Handelsunternehmen versuchen bereits, sich in der Verteilung der venezolanischen Öllieferungen zu positionieren.

Auch in der Ukraine und Russland bleibt die Lage angespannt. In der Nacht kam es zu gegenseitigen Drohnenangriffen. Russland attackierte ukrainische Städte, während ukrainische Drohnen nach russischen Angaben Ziele in Russland trafen. Meldungen über Schäden und zeitweise Störungen der Energieversorgung verstärken die Unsicherheit.

Die festere Börsentendenz kommt auch im Inland bei den Heizölpreisen an. Im Tagesverlauf kommt es immer wieder, regional abhängig, zu Auf- und Abschlägen beim Heizöl. In Deutschland liegt der Durchschnittspreis bei einer Standardbestellung von 3.000 Litern nun bei etwa 90,8 Cent je Liter und damit etwa 0,9 Cent höher als gestern.

In Österreich können die Heizölpreise ihr Niveau weitestgehend halten, die heutige Teuerung schlägt nur marginal zu Buche. In der Schweiz erhöht sich der Preis um rund 0,7 Rappen pro Liter. Dort kostet Heizöl aktuell gut 92 Rappen je Liter.

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