Öl bleibt gefangen zwischen Risiko und Überfluss

23.12.25 • 09:51 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Zum Start in die kurze Weihnachtswoche halten sich die Ölpreise nahe der jüngsten Hochs, ohne neue Dynamik zu entwickeln. Die US-Maßnahmen gegen Venezuela und ausbleibende Fortschritte im Ukraine-Konflikt stützen zwar, doch das hohe globale Angebot bleibt das prägende Gegengewicht. Für Heizöl zeigen sich heute je nach Region leichte Auf- oder Abschläge, insgesamt bleibt das Preisniveau moderat.

Die Rohölpreise haben sich zum Wochenbeginn stabilisiert und bewegen sich weiterhin auf erhöhtem Niveau im Vergleich zur Vorwoche. Rückenwind kommt vor allem aus der Politik. Die USA setzen ihre Seeblockade gegen Venezuela konsequent fort und haben zuletzt weitere Tanker gestoppt oder zur Umkehr gezwungen. Damit verknappt sich das verfügbare Angebot an schweren Rohölsorten, die sich nur eingeschränkt ersetzen lassen.

Auch im Ukraine-Konflikt gab es zuletzt keine greifbaren Fortschritte. Die Gespräche wurden zwar als konstruktiv bezeichnet, ein Durchbruch blieb jedoch aus. Damit bleiben zusätzliche Sanktionen gegen Russland weiter im Raum, während gleichzeitig Angriffe auf Energieinfrastruktur anhalten. Beides sorgt dafür, dass sich viele Marktteilnehmer mit neuen Verkäufen zurückhalten.

Trotz dieser stützenden Faktoren fehlt den Preisen der große Schritt nach oben. Das liegt vor allem an der weiterhin sehr guten Versorgungslage. In mehreren Förderregionen finden selbst qualitativ hochwertige Ölsorten nur schwer Abnehmer, was den Spielraum nach oben begrenzt. Entsprechend pendeln Brent und WTI nahe der jüngsten Hochs, ohne daraus eine echte Aufwärtsbewegung zu formen. Am Morgen notiert Brent bei 61,97 US-Dollar, ein Barrel WTI kostet aktuell 57,90 US-Dollar.

Im Inland tendieren die Heizölpreise überwiegend etwas fester. In Deutschland bewegen sich diese in einer Spanne von 84 und 92 Cent je Liter. Mit dem günstigsten Durchschnittspreis stechen vor allem Berlin, Nordrhein-Westfalen und Hamburg heraus. Während die Heizölpreise in Sachsen-Anhalt und Thüringen am Morgen über dem bundesweiten Durchschnitt liegen. Insgesamt ist die Nachfrage kurz vor Weihnachten nochmal angezogen.

In Österreich ziehen die Heizölpreise zum Jahresausklang seitwärts und zeigen sich insgesamt ruhiger. Das bundesweite Mittel liegt bei 1,06 Euro pro Liter und damit ganze 13 Cent weniger als noch im Vormonat. Auch in der Schweiz setzt sich heute die ruhige Gangart fort, nachdem Heizöl gestern noch leicht zugelegt hat. Mit 91,6 Rappen je Liter kann sich das Preisbild zum Jahresende aber durchaus sehen lassen. Das sind gut 12 Rappen weniger als im Vormonat.

HeizOel24-Tipp: Ein sinnvoller Jahresvorsatz muss nicht kompliziert sein. Wer seine Fixkosten überprüft, kann oft sofort sparen. Wir haben einen günstigen Stromtarif entdeckt, der genau das ermöglicht. Der Wechsel ist unkompliziert, aber die Kosten sinken spürbar. Ein kleiner Schritt zum Jahresanfang, der das ganze Jahr über Wirkung zeigt. HeizOel24

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