Heizölpreise rutschen auf 7-Wochen-Tief

16.12.25 • 10:05 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Die Ölpreise sind am Dienstag erneut gefallen und haben die tiefsten Stände seit Oktober erreicht. Hoffnung auf Fortschritte im Ukraine-Konflikt trifft auf einen ohnehin gut gefüllten Markt und nimmt dem Öl jede Auftriebskraft. Auch Heizöl reagiert deutlich: In Deutschland, Österreich und der Schweiz geben die Preise spürbar nach. Für Verbraucher bleibt der Markt klar auf der Käuferseite.

Am Ölmarkt traf zum Wochenauftakt das bekannte Überangebot auf neuen politischen Optimismus. In Berlin wurde zwischen der Ukraine, den USA und europäischen Partnern über konkrete Eckpunkte eines möglichen Waffenstillstands gesprochen. Kiew signalisierte dabei erstmals offen, auf einen NATO-Beitritt verzichten zu können, sofern belastbare Sicherheitsgarantien des Westens zugesichert werden. Die USA stellten genau solche Garantien in Aussicht, was von mehreren europäischen Regierungschefs als spürbarer Fortschritt bewertet wurde. Damit wächst aus Sicht der Händler die Aussicht, dass russisches Öl mittelfristig wieder freier auf den Weltmarkt fließt, der ohnehin schon als gut versorgt gilt.

Diese Perspektive überlagerte selbst geopolitische Störmeldungen. Drohnenangriffe auf russische Energieanlagen, neue EU-Sanktionen und der steigende Druck der USA auf Venezuelas Ölindustrie verpufften weitgehend. Der Markt nahm sie zur Kenntnis, mehr aber auch nicht. Die Richtung war damit gestern klar vorgegeben: nach unten.

Zusätzlich belasteten schwache Konjunktursignale aus China. Geringeres Wachstum bei Industrie und Einzelhandel schürte Zweifel an der künftigen Ölnachfrage des weltweit größten Importeurs. Zusammen mit den jüngsten Prognosen von EIA und IEA, die für 2026 ein deutliches Überangebot sehen, fehlte den Preisen jeder Halt.

Die schwache Börsenlage kommt bei den Heizölpreisen direkt an. Mit leichtem Gepäck bewegen sich diese schnurstracks nach unten und präsentieren sich im deutschen Mittel mit 88,9 Cent je Liter so günstig wie zuletzt vor sieben Wochen. Die Nachfrage hat mit der Abwärtsbewegung deutlich zugenommen. Heizölkunden nutzen das vergleichsweise günstige Niveau, um nachzutanken.

In Österreich setzen sich die Abschläge ebenfalls fort. Seit vier Wochen ziehen die Heizölpreise Richtung Süden und konnten seit Ende November rund acht Cent je Liter abwerfen. Mit fast 1,11 Euro pro Liter zieht Heizöl dort nun gleich mit dem Preisniveau des Vorjahresmonats. Auch in der Schweiz zeigen die Kurven nach unten. Die Preise haben im Vergleich zu den Höchstständen im Vormonat rund 11 Rappen je Liter abgegeben und markieren heute die 91 Rappen-Marke.

HeizOel24-Tipp: Die Abwärtsbewegung bei den Heizölpreisen lässt nun wieder mehr Spekulationsraum zu. Hier lohnt sich, ein Preisalarm zu setzen. Sie legen den Preis fest, zu dem Sie kaufen möchten, und werden automatisch informiert, sobald Ihr Wunschwert erreicht wird. HeizOel24

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