Ölmarkt bleibt schwach und drückt Heizölpreise

10.12.25 • 09:23 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Nach zwei Verlusttagen versuchen sich die Ölpreise heute Morgen an einer Stabilisierung. Gestern überwogen jedoch erneut die Sorgen um ein reichlich verfügbares Angebot, sodass die Notierungen weiter nachgaben. Die Zurückhaltung an den Märkten ist spürbar, neue Impulse fehlen bislang. Für Heizöl bedeutet das: Im Inland setzen sich die Abschläge fort. In Deutschland, Österreich und der Schweiz können die Heizölpreise um bis zu 0,5 Cent bzw. Rappen pro Liter abwerfen.

Die Ölpreise haben am Dienstag an die schwache Tendenz vom Wochenbeginn angeknüpft. Zwar erwies sich die Produktionsunterbrechung am größten irakischen Ölfeld West Qurna 2 als nur von kurzer Dauer, doch sorgte dies kaum für Entlastung. Förderausfälle im Sudan sowie die weiterhin ungeklärte Lage bei den Gesprächen zum Ukraine-Krieg wirkten zeitweise stabilisierend, waren jedoch nicht stark genug, um die Verluste aufzuhalten.

Im Handelsverlauf zeigte sich ein bekanntes Muster: Erste Erholungsansätze wurden rasch wieder unterdrückt. Hinweise auf eine steigende Nachfrage aus China und Indien verpufften, nur der Bericht des American Petroleum Institute (API), der sinkende US-Rohölbestände auswies, konnte etwas stützen. Entscheidend war jedoch, dass gleichzeitig deutliche Aufbauten bei Benzin und Destillaten gemeldet wurden, was eine ausreichende Menge an Ölprodukten am Markt signalisiert.

Der Blick richtet sich nun auf mehrere Termine. Am Nachmittag werden die offiziellen US-Ölbestandsdaten des US-Energieministeriums erwartet, am Abend folgt der Zinsentscheid der US-Notenbank. Zudem warten Marktteilnehmer auf neue Signale aus der Ukraine-Diplomatie sowie auf die anstehenden Monatsberichte von IEA und OPEC, die zuletzt erneut deutliche Angebotsüberschüsse für 2026 betont hatten. Vor diesem Hintergrund starten Brent, WTI und Gasoil heute verhalten in den Tag, bereit, um neue Impulse aufzunehmen.

Nach der leichten Erholung im gestrigen Tagesverlauf, starten die Heizölpreise heute erneut mit Abschlägen. Der aktuelle Durchschnitt liegt in Deutschland bei 90,6 Cent pro Liter. Im Dezember 2025 ist Heizöl damit rund vier Cent günstiger als im Dezemberdurchschnitt 2024, der sich bei 94,5 Cent pro Liter bewegte. Der Vergleich mit Dezember 2023, als Preise von über einem Euro pro Liter üblich waren, zeigt, dass sich das aktuelle Preisniveau gegenüber den Vorjahresmonaten entspannter darstellt.

In Österreich liegt der Durchschnittspreis derzeit bei rund 113,5 Cent je Liter. Nach den kräftigen Aufschlägen im November, als sich der Markt zeitweise in Richtung 1,19 Euro bewegte, haben die Preise zuletzt spürbar nachgegeben. Im Jahresvergleich bewegt sich Österreich noch über dem Vorjahresniveau von durchschnittlich 1,11 Euro je Liter. Die aktuelle Entwicklung zeigt jedoch eine klare Beruhigung zum Jahresende.

In der Schweiz kostet Heizöl aktuell etwa 93,8 Rappen pro Liter. Damit notiert der Preis unter dem Dezemberniveau 2024 von 99 Rappen und deutlich unter den Höchstständen aus dem Spätherbst. Im Vergleich zu 2023, als im Dezember noch Werte jenseits der Ein-Franken-Marke erreicht wurden, zeigt sich auch dort klare Entspannung.

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