Ölpreise starten fester in die Woche

08.12.25 • 09:35 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Nach einem starken Wochenausklang haben die Ölpreise neuen Schwung mit in den Montag genommen. Rückenwind kam zuletzt von geopolitischen Meldungen und überraschend robusten US-Konjunkturdaten. Auch heute Morgen halten sich die Futures auf erhöhtem Niveau und nehmen die Heizölpreise mit ins Gepäck. Heizöl zieht heute um durchschnittlich 0,7 Cent bzw. Rappen je Liter an.

Der Ölmarkt hat den Freitag mit deutlich mehr Dynamik beendet, als es der ruhige Start vermuten ließ. Zunächst pendelten die Notierungen in enger Spanne, doch am Nachmittag setzte sich die bullishe Seite durch. Auslöser waren mehrere Faktoren, die gleichzeitig wirkten. Ein weiterer Angriff auf eine russische Raffinerie rückte das Thema Versorgungssicherheit wieder stärker in den Fokus, während robuste US-Konjunkturdaten für zusätzliche Kauflaune sorgten. Das gestiegene Verbrauchervertrauen, höhere Einkommen und ein nachlassender Inflationsdruck sorgten an den Aktienmärkten für Auftrieb, und zogen die Ölfutures mit. Brent, WTI und Gasoil gingen klar fester aus dem Handel, Gasoil markierte dabei einen besonders starken Tagesgewinn.

Parallel dazu lieferte China neue Impulse. Die Rohölimporte zogen im November spürbar an und erreichten den höchsten Stand seit dem Sommer 2023. Hintergrund sind vor allem günstige Bezugsquellen aus Russland, Iran und Venezuela, die Peking weiterhin nutzt. Ein Teil der zusätzlichen Mengen dürfte dabei in Lagerbestände fließen, weniger in den direkten Verbrauch. Das gibt dem Markt kurzfristig Halt, ändert aber nichts an der schwächeren Nachfragesaison zum Jahresanfang.

Genau hier setzen die Diskussionen der G7 an. Die Staatengruppe berät gemeinsam mit der EU über eine Verschärfung der Russland-Sanktionen, die den Transport von russischem Öl per Schiff weiter einschränken könnten. Allein diese Debatte sorgt aktuell für einen Sicherheitsaufschlag im Markt. Gleichzeitig richtet sich der Blick auf die US-Notenbank. Die Erwartungen an eine Zinssenkung bei der anstehenden Fed-Sitzung sind hoch und stützen die Ölmärkte zusätzlich, weil niedrigere Zinsen als Nachfrage-freundlich gelten.

Die Heizölpreise zeigen sich in Deutschland ebenfalls fester und ziehen parallel zur Aufwärtsbewegung an den Börsen heute Vormittag zwischen 0,2 und 0,8 Cent bzw. Rappen je Liter an. Der Heizölpreis klettert mit neuem Schwung auf 91,8 Cent je Liter im bundesweiten Mittel. In Österreich werden am frühen Montag marginale Abschläge von etwa 0,1 Cent je Liter verzeichnet. Heizöl bleibt mit knapp 1,14 Euro je Liter damit weitestgehend auf dem Freitagsniveau. In der Schweiz legen die Heizölpreise um durchschnittlich 0,3 Rappen je Liter zu. Auslöser ist vor allem der kräftige Anstieg bei Gasoil zum Wochenschluss. Nach den zuletzt wechselhaften Wochen bewegt sich der Markt damit weiter in einer sensiblen Preiszone, in der schon kleine Impulse spürbare Ausschläge auslösen.

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