Heizölpreise starten verhalten in den Dezember

01.12.25 • 09:39 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Nach mehreren zähen Wochen bekommt der Ölmarkt zum Monatsauftakt neuen Auftrieb. Die OPEC+ legt ihre geplanten Förderanhebungen vorerst auf Eis, und ein Drohnenangriff auf das wichtige Schwarzmeerterminal bei Noworossijsk sorgt zusätzlich für knappe Exportströme. Heizöl startet mit marginalen Aufschlägen in den Dezember.

Der November endete für die Ölmärkte ohne große Überraschungen, aber mit klaren Signalen: Die OPEC+ macht im ersten Quartal 2026 eine Pause bei den geplanten Produktionssteigerungen. Die Entscheidung war seit Tagen erwartet worden und bestätigt damit die vorsichtigere Gangart des Bündnisses, das angesichts eines drohenden Überangebots nicht weiter nach oben fahren will.

Gleichzeitig sorgte eine neue Eskalation am Schwarzen Meer für Unruhe. Das Caspian Pipeline Consortium (CPC) musste am Samstag seinen Betrieb in Noworossijsk stoppen, nachdem eine Verladeboje offenbar durch einen ukrainischen Drohnenangriff schwer beschädigt wurde. Über diese Route fließen rund 80 Prozent der kasachischen Ölexporte, entsprechend belebt, zeigten sich die Rohölnotierungen. Noch ist unklar, wie lange die Anlage ausfällt. Sicher ist nur, dass die Ersatzrouten begrenzt sind.

Parallel dazu spitzen sich die Spannungen zwischen den USA und Venezuela zu. US-Präsident Trump erklärte zwischenzeitlich den venezolanischen Luftraum für geschlossen, was weltweit für Stirnrunzeln sorgte, auch wenn er die Aussage tags darauf wieder ein Stück weit relativierte. Die Episode zeigt dennoch, wie fragil die geopolitische Lage zum Jahresende bleibt.

Im Inland ziehen die Heizölpreise heute leicht an. Im Bundesdurchschnitt liegen sie am Morgen rund 0,2 Cent pro Liter höher als am Freitagvormittag. Für viele Verbraucher bleibt der Dezemberstart damit dennoch komfortabel: Die Preise bewegen sich weiterhin sichtbar unter den teils nervösen Niveaus der vergangenen Wochen.

Der November zeigte eindrucksvoll, wie volatil der Markt aktuell ist, zwischen fast 1,00 Euro pro Liter und zeitweise wieder Richtung 90 Cent war alles dabei. Am Morgen liegt der bundesweite Durchschnitt in Deutschland bei etwa 92 Cent je Liter.

Österreich startet unbewegt in den Dezember und hält sich auf dem Niveau vom Ende des Vormonats. Das landesweite Mittel liegt aktuell bei 1,16 Euro je Liter. In der Schweiz können sich die Heizölpreise trotz marginaler Aufschläge bei der 96 Rappen-Marke halten. Und bleiben damit unter dem Novemberdurchschnitt von knapp 99 Rappen.

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