Ölpreise brechen nach OPEC-Report ein

13.11.25 • 09:33 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Die Ölpreise rutschten am Mittwoch auf neue Novembertiefs, nachdem die OPEC ihren aktuellen Monatsbericht bekanntgab. Mit den API-Daten, die aufgrund des Feiertags in den USA einen Tag später veröffentlicht wurden, kam der nächste Dämpfer für die Notierungen. Die Talfahrt an den Börsen machte sich auch bei den Heizölpreisen bemerkbar. Heizölkunden können heute mit teils kräftigen Abschlägen von bis zu drei Cent je Liter rechnen.

Der Mittwoch brachte an den Ölbörsen einen regelrechten Stimmungsumschwung. Was zunächst wie ein ruhiger Handelstag mit leichtem Rückenwind durch das absehbare Ende des US-Shutdowns begann, kippte binnen Stunden in eine ausgeprägte Abwärtsbewegung. Schon am Vormittag fehlte den Börsen das Feuer, schwächere Signale aus China dämpften den Appetit der Ölbullen. Der neue OPEC-Bericht löste an den Börsen dann eine Kettenreaktion aus, die Brent und WTI bis auf ihre Novembertiefs drückte. Der API-Bericht am Abend lieferte den nächsten bearishen Zunder, während auch die EIA ihre Produktionsprognosen nach oben zog. Letztendlich schlossen die Nordseesorte Brent und die amerikanische Ölsorte WTI mit deutlicher Schwäche. Am Donnerstagmorgen notiert Brent bei 62,71 US-Dollar, WTI bei 58,46 US-Dollar.

Der Shutdown in den USA ist nach 43 Tagen offiziell vom Tisch. Die Meldung hätte stützen können, tat es aber nicht. Die Aussicht auf das Ende war an den Börsen bereits eingepreist, sodass das Aufwärtspotenzial schnell verpuffte. Der entscheidende Schlag kam dann aus Wien, wo der neue OPEC-Monatsbericht veröffentlicht wurde. Die Organisation kehrte überraschend von ihrer zuvor optimistischen Einschätzung für den Ölmarkt ab und erklärte das dritte Quartal rückblickend für überversorgt. Die Folge: Brent und WTI rauschten durch die Kurse und nahmen die Produkte mit ins Gepäck.

Damit nicht genug, meldete das American Petrolum Institue (API) erneut steigende US-Rohölbestände (+1,3 Mio. Barrel), bereits zum zweiten Mal in Folge. Auch die Destillate legten zu, während die Benzinvorräte überraschend sanken. Unterm Strich überwog ein insgesamt bearish geprägter Bericht, der die Talfahrt der Ölpreise weiter befeuerte.

Wie heißt es so schön? Nach jedem Auf kommt ein Ab. Und das zeigt sich heute bei den Heizölpreisen im Inland. Beschwingt durch den Kursrutsch an den Börsen, kann auch Heizöl kräftig an Preisgewicht abwerfen. In Deutschland geht es beim Literpreis bis zu drei Cent runter. Damit fällt der bundesweite durchschnittliche Heizölpreis bei einer Abnahme von 3.000 Litern auf etwa 94 Cent pro Liter. Mit dem Richtungswechsel im Chart steigt nun wieder die Spekulationsfreudigkeit. Wer das Heizöl dringend braucht, sollte nicht zu lange warten, denn der November bleibt volatil.

In Österreich kommt die Abwärtsbewegung am Morgen noch nicht an. Zögerlich bewegen sich die Heizölpreise weiterhin um die 1,17 Euro Marke. Mit Sicht auf das laufende Jahr befindet sich Heizöl im oberen Preisdrittel. Die Liefersituation bleibt mit Fristen zwischen zwei und vier Wochen aber durchaus komfortabel. In der Schweiz haben die Heizölpreise ihre Preisspitze im November erstmal hinter sich gelassen und kommen mit der heutigen Abwärtsbewegung auf 97,2 Rappen je Liter im kantonweiten Mittel.

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