Öl- und Heizölpreise auf Richtungssuche

11.11.25 • 10:43 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Die Ölpreise treten am Dienstag auf der Stelle. Mit dem Feiertag Veterans Day in den USA ist heute ein eher dünner Handel zu erwarten. Die Ölbullen wirken müde, die Bären zögern und der Markt sucht nach Richtung. Die Heizölpreise starten nach dem Erholungsversuch von Gasöl zum Handelsschluss erst einmal fester in den Tag und bringen Aufschläge von durchschnittlich 0,5 Cent bzw. Rappen je Liter mit.

Am Montag beendeten die Rohölpreise den Handel nahezu unverändert zum Vortag. Während Brent und WTI sich stabil hielten, gab Gasoil nach und rutschte auf 751 Dollar je Tonne, ein Minus von knapp zehn Dollar. Nach den Höhenflügen der vergangenen Wochen setzen die Produktpreise damit ihre Abwärtsbewegung im Allgemeinen fort.

Indes hat in den USA hat der Senat den Weg für einen Übergangshaushalt freigemacht. Sollte das Repräsentantenhaus in den nächsten Tagen zustimmen, wäre der längste Shutdown der US-Geschichte vorerst beendet. Noch aber dominiert Zurückhaltung. Das Volumen an den Ölbörsen bleibt heute vermutlich etwas dünner, viele Trader halten sich an US-Feiertagen üblicherweise eher zurück.

Auf der anderen Seite könnten die kommenden Monatsberichte von OPEC, EIA und IEA, erneut ein Überangebot prognostizieren. Die OPEC hat ihre Förderung zuletzt leicht angehoben, während aus den USA und Kanada weiter hohe Produktionsmengen gemeldet werden. Die Ölbären verweisen darauf, dass selbst ein baldiger US-Haushaltskompromiss kaum reichen dürfte, um diese Angebotsflut auszugleichen.

Nachdem die Heizölpreise im Inland gestern kräftig nachgegeben haben, sind diese am heutigen Vormittag erneut nach oben ausgewichen. Der bundesweite Durchschnitt in Deutschland liegt derzeit bei rund 96 Cent Liter. Dass Heizöl heute etwas teurer startet, liegt vor allem an der Trägheit des Marktes. Die Preisbewegungen an den großen Handelsplätzen wirken immer mit etwas Verzögerung auf das Inland. Die Erholung bei Gasöl im gestrigen Handel, dem Vorprodukt für Heizöl, hallen also noch nach, auch wenn die Futures am Morgen schon wieder nachgegeben haben.

Auch in Österreich und der Schweiz zeigen sich leicht festere Tendenzen, insgesamt aber flacht die Dynamik ab. Wer seinen Tank bald füllen muss, sollte die Entwicklung im Blick behalten – kleine Schwankungen sind möglich, ein klarer Abwärtstrend bleibt aber vorerst aus.

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