Heizölpreise springen auf 4-Monatshoch

05.11.25 • 12:20 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Die Ölpreise zeigten sich am Dienstag erneut unentschlossen, können am Mittwoch jedoch wieder zulegen. Uneinheitliche API-Bestandsdaten und eine weiterhin schwer kalkulierbare Marktlage lassen die Rohölnotierungen in enger Spanne laufen. Die Heizölpreise im Inland bekommen durch den Anstieg der Gasölpreise allerdings neuen Rückenwind. In Deutschland und der Schweiz ziehen die Heizölpreise mit Aufschlägen von bis zu zwei Cent beziehungsweise Rappen je Liter kräftig an.

Die Stimmung an den Ölbörsen war auch gestern von Unsicherheit geprägt. Neue Bestandsdaten des American Petroleum Institute (API) lieferten ein gemischtes Bild. Während die Rohölvorräte in den USA stark zunahmen, gingen die Benzinbestände erneut kräftig zurück. Ein fester US-Dollar und schwache Aktienmärkte sorgten zusätzlich für Druck auf die Rohölpreise, die im Tagesverlauf mehrfach die Richtung wechselten. Letztendlich beendeteten Brent und WTI, die den Handel leicht im Minus.

Trotzdem hält sich das Abwärtspotenzial in Grenzen. Die Sanktionen gegen Russland, Engpässe bei Exporten und die jüngste OPEC+-Entscheidung bleiben stützende Faktoren, während schwache Konjunkturdaten aus China und die nachlassende Raffinerienachfrage die Gegenseite bilden. Insgesamt bewegt sich der Ölmarkt in einem Spannungsfeld zwischen Überangebotssorgen und vorsichtiger Nachfragesituation.

Ganz anders die Lage im Inland: Hier legten die Heizölpreise bereits am Dienstag kräftig zu. Der deutliche Anstieg des Gasoil-Kontrakts an der ICE-Börse schlug sich unmittelbar auf die Inlandspreise nieder. Im heutigen Tagesverlauf setzt sich die Aufwärtsdynamik weiter fort und katapultiert die Heizölpreise in Deutschland auf den höchsten Stand seit Mitte Juni. Im bundesweiten Durchschnitt kostet ein Liter Standard Heizöl aktuell 95,4 Cent bei einer Abnahme von 3.000 Litern. Viele Verbraucher schalten einen Gang zurück und entscheiden sich, auf den nächsten Preisfall zu warten.

In der Schweiz erreichen die Preise für Heizöl ebenfalls Mehrmonatshoch, vielerorts mit einer Teuerung zwischen einem und zwei Rappen je Liter. Dort kostet der Liter Ökoheizöl im kantonweiten Mittel derzeit gut 99 Rappen und liebäugelt mit der 1-Franken-Marke, die zuletzt im Sommer überschritten wurde. In Österreich lässt sich die Aufwärtsbewegung mit Preisaufschlägen von 0,1 Cent je Liter eher als marginal einstufen.

HeizOel24-Tipp: Wenn Sie dennoch tanken müssen, können Sie über den Kauf einer Teilmenge nachdenken und den restlichen Bedarf bestellen, wenn die Heizölpreise wieder günstiger werden. Auch der Ratenkauf ist hilfreich, um den Gesamtbetrag in kleinere Monatszahlungen aufzuteilen. HeizOel24

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