OPEC-Bremse sorgt für Aufwind am Ölmarkt

03.11.25 • 09:50 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Die Ölpreise starten mit Zugewinnen in die neue Woche. Die OPEC+ hat am Wochenende beschlossen, geplante Förderanhebungen im ersten Quartal 2026 auszusetzen. Die Entscheidung gilt als Signal der Stabilisierung und sorgt auch im Inland für festere Heizölpreise. Diese starten mit durchschnittlich 0,6 Cent bzw. 0,3 Rappen je Liter in den Montag.

Zum Wochenauftakt setzte sich die Erholung an den internationalen Ölbörsen fort. Die Nordseesorte Brent stieg wieder über 65 US-US-Dollar, die amerikanische Ölsorte WTI auf rund 61 US-Dollar je Barrel. Hintergrund sind die Beschlüsse der OPEC8+, die nach der jüngsten Lockerung der Förderkürzungen im Dezember nun eine Pause bei weiteren Produktionssteigerungen angekündigt haben. Damit soll vermutlich dem Überangebot entgegengewirkt werden. Zwar war die Ausweitung im Dezember erwartet worden, doch die zusätzliche Ankündigung einer dreimonatigen Förderpause zu Jahresbeginn sendet ein Signal der Verknappung.

Gestützt wurde die Bewegung auch durch die anhaltende Unsicherheit über die Wirksamkeit der westlichen Sanktionen gegen Russland. Während die russischen Rohölexporte bislang nur geringfügig zurückgegangen sind, warnen Marktteilnehmer vor Engpässen im Produktsegment, insbesondere bei Diesel und Gasoil. Gleichzeitig belasten schwächere Wirtschaftsdaten aus China die Nachfrageperspektive.

Zum Wochenstart herrscht ein leicht bullisher Grundton. Das macht sich auch bei den Heizölpreisen im Inland bemerkbar. In Deutschland verteuert sich der flüssige Brennstoff im bundesweiten Mittel um durchschnittlich 0,6 Cent je Liter gegenüber Freitag. Der Aufschlag folgt zwei alten Bekannten, den steigenden Gasöl-Notierungen und dem schwächeren Euro, der den Einfluss des festeren US-Dollar zusätzlich verstärkt. Nach den deutlichen Schwankungen der vergangenen Wochen pendelt sich der Heizölpreis nun auf einem stabileren, aber höheren Niveau ein.

In Österreich ziehen die Heizölpreise weiter seitwärts. Der bundesweite Durchschnittspreis bleibt der 1,12 Euro-Marke treu. Vor allem Tirol und Vorarlberg, mit etwa 1,20 Euro pro Liter die teuersten Bundesländer, halten das Mittel hoch. In der Schweiz zeigt sich der Preisausschlag mit durchschnittlich 0,3 Rappen je Liter noch begrenzt. Mit der nachlassenden Nachfrage nutzen Händler die Zeit, um die zahlreichen Bestellungen auszuliefern, die Verbraucher bei den Preisrücksetzern im Oktober noch für Käufe genutzt hatten.

HeizOel24-Tipp: Mit dem Preisalarm von HeizOel24 geben Sie schnell und unkompliziert ihren Zielpreis ein, zu dem Sie kaufen möchten. Ist der Preis erreicht, informieren wie Sie sofort. In der Angebotsliste können Sie einfach Ihren Preisalarm einrichten. HeizOel24

Jetzt auf dem Laufenden bleiben
Infoservices
97,15 €
Veränderung
0,00 %
zum Vortag
97,15 €
/100l
Prognose
0,00 %
zu morgen
Ø DE €/100l bei 3.000l | 22.02.2026, 05:31
$/Barrel -0,07%
Gasöl 727,75
$/Tonne 0,00%
Euro/Dollar 1,1781
$ 0,00%
US-Rohöl 66,31
$/Barrel -0,12%
Börsendaten
Montag
03.11.2025
09:50 Uhr
Schluss Vortag
02.11.2025
Veränderung
zum Vortag
Rohöl
Brent Crude
64,85 $
pro Barrel
64,58 $
pro Barrel
+0,42%
Gasöl
720,00 $
pro Tonne
718,25 $
pro Tonne
+0,24%
Euro/Dollar
1,1513 $
1,153 $
-0,15%
(konstant)
USD/CHF
0,8065 CHF
0,8044 CHF
+0,26%
(etwas fester)
Heizölpreis
Montag
03.11.2025
09:50 Uhr
Schluss Vortag
02.11.2025
Veränderung
zum Vortag
Deutschland
94,63 €
93,81 €
+0,87%
Österreich
112,18 €
112,20 €
-0,02%
Schweiz
97,78 CHF
97,42 CHF
+0,37%
Ø 100l Preis bei 3.000l
4-Wochen Prognose
Rohöl leicht steigend
Heizöl leicht steigend
alle Angaben ohne Gewähr

HeizOel24 Logo
Marktbarometer

Tagesaktuelle Auswertung des Handelsgeschehens auf HeizOel24 im Vergleich zum Durchschnitt der letzten 12 Monate.
Iran-Ultimatum katapultiert Heizölpreise nach oben
20.02.26 • 12:05 Uhr • Janin Wordel
Zum Wochenende ging es an den Börsen nochmal turbulent zu. Die Rohölpreise haben gestern den höchsten Stand seit sechs Monaten erreicht, getrieben von einem Ultimatum Washingtons an Teheran und überraschend starken US-Lagerdaten. Heizöl zieht heute Morgen im DACH-Raum um rund anderthalb bis zwei Cent pro Liter nach oben.Ausgelöst hat den Anstieg der Rohölpreise vor allem eine Aussage aus Washington. Weiterlesen
Heizölpreise springen auf Mehrwochen-Hoch
19.02.26 • 08:58 Uhr • Janin Wordel
Die Lage rund um den Iran hat den Ölmarkt am Mittwoch aus dem Gleichgewicht gebracht. Zwischen Gesprächstisch und Drohgebärde schossen die Ölpreise auf den höchsten Stand seit Anfang Februar. Auch Gasöl zog nordwärts und nahm Heizöl gleich mit ins Gepäck. Am Morgen müssen Verbraucher mit einer Teuerung von bis zu zwei Cent bzw. Rappen je Liter rechnen.Der Mittwoch startete noch vergleichsweise ruhig. Weiterlesen

Pressekontakt

Oliver Klapschus
Geschäftsführer
030 7017120
Newsarchiv