Heizölpreise legen Verschnaufpause ein

29.10.25 • 10:35 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Die Ölpreise knüpfen am Mittwoch an ihre Vortagesverluste an und zeigen sich am Vormittag weicher. Die überraschend bullishen API-Daten aus den USA stützten zunächst, konnten die Notierung jedoch nicht nachhaltig unterfüttern. Die Aufmerksamkeit richtet sich zunehmend auf die heutige Zinsentscheidung der US-Notenbank. Für die Heizölpreise geht es heute erstmal wieder abwärts. Verbraucher können mit Abschlägen von durchschnittlich 0,3 Cent bzw. Rappen je Liter rechnen.

Am Dienstag hatten die Rohöl-Futures an den Börsen ICE und NYMEX deutlich verloren. ICE Gasoil schloss bei 709,75 Dollar je Tonne, ein Minus von gut 3,6 % gegenüber Montag. Auch Brent und WTI rutschten zeitweise unter wichtige technische Marken. Zwar meldete das API am späten Abend deutliche Bestandsrückgänge bei Rohöl, Benzin und Destillaten, doch der Markt hatte die bearishen Impulse aus dem Tagesverlauf da bereits weitgehend eingepreist. Der Bericht deutet auf eine kräftigere Raffinerieauslastung oder sinkende Nettoimporte hin, beides Faktoren, die kurzfristig preisstabilisierend wirken könnten.

Geopolitisch bleibt der Markt angespannt. Nach neuen israelischen Luftangriffen im Gazastreifen preisen Trader erneut eine kleine Risikoprämie ein, während der Waffenstillstand formal noch Bestand hat. Hinzu kommt das für morgen erwartete Treffen zwischen Donald Trump und Xi Jinping, das den seit Monaten schwelenden Handelskonflikt zwischen den USA und China entschärfen könnte. Ein erfolgreiches Abkommen würde die weltweite Nachfragesicht aufhellen.

Parallel richten sich die Blicke heute auf Washington: Die US-Notenbank Fed entscheidet über ihren Leitzins. Eine weitere Senkung um 25 Basispunkte gilt als sicher, entscheidend wird aber der Ausblick. Sollte Fed-Chef Jerome Powell auf eine fortgesetzte Lockerung hindeuten, könnte dies den US-Dollar schwächen und Rohstoffe, darunter auch Öl, stützen.

Am Heizölmarkt zeigen sich die Folgen des schwächeren Gasöl-Handels vom Dienstag auch im Inland. Der bundesweite deutsche Durchschnittspreis liegt am Mittwochmorgen bei gut 93,4 Cent je Liter, und damit gut drei Cent über dem bisherigen Oktober-Durchschnittsniveau. Nach der kräftigen Aufwärtsphase zur Monatsmitte verschnaufen die Heizölpreise vor den anstehenden Treffen in dieser Woche. Mit Blick auf die Deutschlandkarte hat sich die Preisschere zwischen den Regionen wieder mehr zusammengeklappt. In Teilen Hessens und Baden-Württembergs gibt es mit Heizölpreisen zwischen 94 bis 95 Cent je Liter leichte Abweichungen nach oben gegenüber zum bundesweiten Mittel.

In Österreich kostet der Liter aktuell etwa 1,12 Euro, und tut sich noch schwer, diese Marke hinter sich zu lassen. In der Schweiz werfen die Heizölpreise kräftig an Gewicht ab und notieren derzeit bei 94,9 Rappen je Liter. Das ist ein Preisverlust von über zwei Prozent seit Wochenbeginn. Das Gros an Ölheizern wartet ab, ob sich der Preis weiter nach unten bewegt. Die Beobachtungsaktivitäten sind hoch.

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