Ölpreise erholen sich – Angebotsrisiken und schwacher Euro treiben an

08.10.25 • 11:05 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Die Ölpreise haben sich am Mittwoch deutlich gefangen. Brent kletterte auf rund 66 US-Dollar je Barrel, Gasöl zog leicht auf 679,50 US-Dollar pro Tonne an. Die Gegenbewegung nach der Korrektur wird vor allem durch geopolitische Risiken und einen schwachen Euro gestützt. Auch die Heizölpreise in Deutschland, Österreich und der Schweiz drehen heute im Schnitt bis zu 0,9 Cent bzw. Rappen je Liter nach oben.

Am Dienstag setzten die Ölpreise ihre Erholung fort. Nach der moderaten Förderanhebung der OPEC+ vom Wochenende nutzten Marktteilnehmer das niedrigere Preisniveau weiter für Käufe. Die Futures zogen damit zum zweiten Handelstag in Folge an, nachdem sich bereits am Montag eine technische Gegenbewegung abgezeichnet hatte. Gestützt wurde der Aufwärtstrend von anhaltenden Sorgen um die Versorgungslage in Russland, wo wiederholte Drohnenangriffe die Raffineriekapazitäten beeinträchtigen. Am Mittwoch notieren die Ölsorten Brent und WTI bei 66,04 US-Dollar bzw. 62,35 US-Dollar je Barrel.

Unterstützung kam außerdem von den jüngsten Lagerdaten des Branchenverbandes American Petroleum Institute (API). Sie zeigten zwar einen Aufbau der US-Rohölvorräte, jedoch deutliche Rückgänge bei Diesel und Benzin. Das signalisiert, dass die Raffinerien in der laufenden Wartungssaison weniger produzieren, kurzfristig also ein engeres Produktangebot besteht.

Auch der Wechselkurs trägt seinen Teil bei: Der Euro fiel auf den tiefsten Stand seit Anfang September und verteuert das in US-Dollar abgerechnete Rohöl für europäische Käufer. In Summe ergibt sich ein Umfeld, in dem die Ölpreise zumindest vorübergehend wieder Boden gutmachen konnten.

In Deutschland und der Schweiz ziehen die Heizölpreise am Vormittag nordwärts. Bis zu 0,9 Cent bzw. Rappen pro Liter müssen Verbraucher heute gegenüber gestern mehr für das Heizöl zahlen. Vor allem der schwächere Euro/US-Dollar-Kurs trägt zu der Preiswende bei. Auch in Österreich ziehen die Heizölpreise an, aber mit durchschnittlich 0,2 Cent je Liter nicht ganz so ausgeprägt wie bei den Nachbarn. Mit den sinkenden Temperaturen und der laufenden Heizsaison wächst das Bestellvolumen wieder deutlich, sodass vielerorts eine lebhafte Nachfrage zu beobachten ist. Verbraucher reagieren dabei sensibel auf kurzfristige Preisschwankungen, die sich zuletzt von Tag zu Tag verstärkt zeigen. Entsprechend lohnt es sich, Preisentwicklungen aufmerksam zu verfolgen und günstige Marktphasen gezielt zu nutzen.

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