Ölpreise stabilisieren sich nach OPEC+-Signal

06.10.25 • 12:54 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Nach dem deutlichen Preisverfall der Vorwoche starten die Rohölmärkte am Montag fester in den Tag. Brent und WTI können sich nach vier Verlusttagen in Folge wieder behaupten. Grund ist die geringer als befürchtete Produktionsanhebung der OPEC+. Die Heizölpreise im DACH-Raum reagieren in der ersten Tageshälfte noch recht verhalten und bewegen sich im Vergleich zur Vorwoche kaum.

Zum Wochenausklang standen die Ölpreise unter Druck. Die Aussicht auf eine Aufweichung der freiwilligen OPEC8+ Kürzungen hatte Brent und WTI zeitweise auf den tiefsten Stand seit Juni gedrückt. Die Nordseesorte Brent rutschte am Donnerstag unter die Marke von 65 US-Dollar je Barrel, WTI hielt sich bei 61 US-Dollar. Der richtungsweisende Gasoil-Kontrakt schloss mit einem Minus bei 671,25 Dollar pro Tonne.

Am Wochenende kam dann die mit Spannung erwartete Bestätigung: Die acht freiwillig kürzenden OPEC-Länder wollen ihre Förderung im November lediglich um 137.000 Barrel pro Tag steigern, deutlich weniger als zuvor angenommene 500.000 Barrel pro Tag. Dennoch bleibt der Angebotsdruck spürbar, denn Russland erhöhte im September seine Rohölexporte deutlich, auch wegen der gedrosselten Inlandsverarbeitung nach ukrainischen Angriffen auf Raffinerien.

Zusätzliche Belastung kam von steigenden Exporten aus Venezuela und Saudi-Arabien sowie einem Rekordhoch bei Indiens Dieselexporten nach Europa. Der anhaltende US-Shutdown sorgte zwar für Unsicherheit, beeinträchtigt die Ölindustrie bislang aber nicht direkt. Technisch gilt die Stimmung nun als neutral bis leicht bullish, denn sowohl Brent als auch WTI konnten zum Wochenstart erste Widerstände testen.

Im Inland ergibt sich zum Montag ein noch recht verhaltenes Preisbild. Am Morgen starten die Heizölpreise etwas teurer in die Woche, geben am Mittag jedoch schon wieder ab, sodass unterm Strich Heizöl auf dem gleichen Niveau der Vorwoche bleibt. Nach der Aufwärtsbewegung Ende September scheinen sich die Heizölpreise in den Wartemodus zu begeben und seitwärts zu ziehen. Die Nachfrage bleibt weiterhin belebt. Es ist Herbst und die Heizsaison ist im vollen Gange.

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