Heizöl wird günstiger - Ölpreise unter Druck

23.09.25 • 10:31 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Die Ölpreise knüpfen am Dienstag an ihre Vortagesverluste an. Sowohl Brent als auch WTI und Gasöl geraten unter Druck. Mehr Liefermengen an Rohöl aus den OPEC-Ländern befeuern die Ängste der Anleger vor einer Überversorgung bei gleichzeitigem Rückgang der Nachfrage aus Indien. Für Verbraucher im DACH-Raum wird Heizöl heute bis zu 0,3 Cent bzw. Rappen je Liter günstiger.

Auch am Dienstag bleiben die internationalen Ölfutures unter Druck. Die Nordseesorte Brent notiert am Morgen bei rund 66 US-Dollar je Barrel, die US-Sorte WTI bei 62 US-Dollar. Der Gasöl-Kontrakt, der maßgeblich die Inlandspreise für Heizöl und Diesel beeinflusst, rutschte am Montagabend auf 687 US-Dollar je Tonne ab.

In den Fokus der Marktteilnehmer rücken erneut Sorgen über ein Überangebot an Rohöl. Der Irak meldete im August steigende Rohölexporte und rechnet auch im September mit höheren Ausfuhren. Kuwait stellt ebenfalls eine Ausweitung der Fördermengen in Aussicht. Zudem steht die Wiederaufnahme der Lieferungen über die kurdische Kirkuk-Ceyhan-Pipeline erneut im Raum. All diese Faktoren deuten auf ein wachsendes Überangebot hin. Demgegenüber bleiben die jüngsten Sanktionen der EU gegen Russland mit Blick auf den Ölmarkt eher wirkungslos, während neue Maßnahmen der USA weiter auf sich warten lassen.

Auf der Nachfrageseite kamen ebenfalls dämpfende Signale. Indien importierte im August weniger Rohöl als im Vorjahr. Das weckt Zweifel daran, ob die asiatische Nachfrage stark genug bleibt, um die zunehmenden Fördermengen auszugleichen. Gleichzeitig exportierte das Land mehr Benzin und Diesel, was auf eine schwächere Binnenkonjunktur hindeutet.

Spannung versprechen die US-Lagerdaten, die heute Abend zunächst vom privaten Interessenverband, dem American Petroleum Institute (API), geschätzt werden. Am Mittwoch folgen die offiziellen Zahlen des US-Energieministeriums (DOE). Sollten sich deutliche Aufbauten bestätigen, könnte dies die Abwärtstendenz der Rohölpreise noch verstärken.

In Deutschland starten die Heizölpreise mit leichten Abschlägen in Höhe von durchschnittlich 0,3 Cent je Liter in den Dienstag. Und damit positioniert sich Heizöl wieder unter der 90 Cent-Marke. Der bundesweite Durchschnittspreis liegt bei 89,8 Cent je Liter bei einer Standardabnahme von 3.000 Litern. Regional betrachtet, bleibt Süddeutschland mit 91 Cent im Mittel noch etwas teurer, während Heizöl im Norden und Westen Deutschlands teilweise für rund 87 Cent je Liter zu haben ist. Grundsätzlich stimmt aber die Richtung, in der sich die Heizölpreise im Tagesverlauf bewegen.

In Österreich verharren die Heizölpreise bei etwa 1,10 Euro je Liter und zeigen damit seit Tagen kaum Bewegung. Anders in der Schweiz: Dort gaben die Preise zuletzt nach und liegen nun bei rund 93 Rappen je Liter. Damit folgt der Markt dem leichten Abwärtstrend der internationalen Vorgaben. Insgesamt präsentiert sich der DACH-Raum gut versorgt, während die Nachfrage vor allem durch saisonale Auffüllkäufe geprägt bleibt.

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