Ölpreise legen zu – Nahost-Konflikt treibt

10.09.25 • 12:03 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Zur Wochenmitte zeigen sich die Ölpreise fester. Der jüngste Angriff Israels auf die katarische Hauptstadt und mögliche neue Sanktionen gegen Russland füttern die Ölbullen. Brent bewegt sich in einer Preisspanne von 66 bis 67 US-Dollar. Die Aufwärtsbewegung an den Börsen nimmt die Heizölpreise im Inland mit. Durchschnittlich 0,4 Cent bzw Rappen je Liter geht es heute nach oben.

Die Ölpreise tendieren am Mittwochmorgen leicht aufwärts. Die Nordseeöl Brent kostet aktuell 67,01 US-Dollar je Barrel, US-Rohöl WTI notiert bei 63,29 US-Dollar. Beide Sorten legen damit jeweils rund +0,7 bis +0,8 Prozent zu. Der Gasoilpreis hingegen bewegt sich nach einem kurzen Anstieg wieder etwas nach unten und liegt aktuell bei 694,00 US-Dollar je Tonne, was einem leichten Rücksetzer entspricht.

Auftrieb kam am Dienstag durch mehrere politische und sicherheitspolitische Entwicklungen. In Katar griff Israel nach eigenen Angaben ein mutmaßliches Hamas-Ziel in der Hauptstadt Doha an, was am Markt Sorgen um neue Spannungen im Nahen Osten auslöste. Parallel dazu kam es zu weiteren Ausfällen in Afrika. Die Heglig-Ölanlage im Sudan musste nach wiederholten Drohnenangriffen durch eine lokale Miliz vom Netz genommen werden. Die Anlage verarbeitet große Mengen Rohöl aus dem benachbarten Südsudan, das über Pipelines in den Export gelangt. Auch die jüngsten ukrainischen Drohnenangriffe auf russische Raffinerien beeinträchtigen weiterhin die Raffinerieproduktion und verschieben Exportmengen.

Das American Petroleum Institute (API) meldete gestern deutliche Aufbauten bei Rohöl (+1,3 Mio. Barrel), Destillaten (+1,5 Mio. Barrel) und Benzin (+0,3 Mio. Barrel). Analysten hatten jeweils mit Rückgängen gerechnet. Die Daten gelten damit als bearish und belasten den Markt zusätzlich zum jüngsten Monatsbericht der EIA, der weiter von einem globalen Überangebot ausgeht. Dennoch behalten die Ölbullen die Oberhand – gestützt vom neuen Konfliktherd im Nahen Osten.

Die Heizölpreise in Deutschland ziehen zur Wochenmitte leicht an und stabilisieren sich im bundesweiten Durchschnitt bei gut 90 Cent je Liter (3.000-Liter-Abnahme). Gegenüber dem Vortag ergibt sich ein Preisaufschlag von durchschnittlich 0,4 Cent. In Österreich liegt der Durchschnittspreis nach der leichten Aufwärtsbewegung weiterhin bei 1,10 Euro pro Liter. In der Schweiz stagnieren die Preise für Heizöl und bleiben mit 94,5 Rappen je Liter auf Vortagesniveau. Auf Wochensicht bewegen sich die Notierungen trotz zwischenzeitlicher Schwankungen seitwärts, während die Nachfrage spürbar angezogen hat. Die Temperaturen wechseln allmählich in den Herbstmodus und nicht mehr lang bis die Heizung ihren Dienst antritt. Wer über Reserven verfügt, ist gut aufgestellt, sollte die Tankuhr aber im Blick behalten, um rechtzeitig nachzubestellen.

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