Heizölpreise fallen auf den niedrigsten Wert des Monats

07.08.25 • 09:58 Uhr • HeizOel24 News • Fabian Radant

Heizölinteressenten können sich heute Vormittag über Preisrückgänge von bis zu 0,7 Cent bzw. Rappen pro Liter freuen. Währenddessen halten sich Ölpreisdrückende und -steigernde Faktoren noch die Waage, allerdings deutet sich ein Sieg der Aufwärtsbewegung an.
Der neuste DOE-Bericht zeigt unerwartete Ölbestandsabbauten. China importierte mehr Rohöl als im Vorjahr, exportiert allerdings auch mehr Ölprodukte. Der globale Ölverbrauch stieg im Vergleich zum Vorjahr, liegt allerdings unter den Prognosen. Währenddessen verhängten die USA neue Strafzölle gegen Indien.

Der Euro kletterte auf 1,16 Dollar und tendiert weiter leicht aufwärts. Die Ölpreise folgen derzeit ebenfalls einem leichten Aufwärtstrend. Die Nordseerohölsorte Brent startet auf dem Vortagesniveau von 67 Dollar pro Fass in den Handel. Die US-amerikanische Sorte WTI fiel derweil mit 64 Dollar pro Fass unter die psychologisch wichtige 65-Dollar-Marke. ICE Gasoil steigerte sich bereits leicht auf 670 Dollar pro Tonne.

Der neuste Bericht des US-amerikanischen Department of Energy (DOE) zeigt leichte Bestandsabbauten. Diese sind allerdings so gering, dass sie nur leichten Ölpreisaufwärtsdruck verursachen. Dennoch dürften die Rohöl- und Destillatsbestandsaufbauten für leichten Heizölpreisaufwärtsdruck im Tagesverlauf sorgen.

China sorgt derweil für Rohölpreisaufwärts- und Ölproduktabwärtsdruck. Die Rohölimporte der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt stiegen im Juli 2025 im Vergleich zum Juli 2024 um 11,5 Prozent. Auch auf den Zeitraum von Januar bis Juli 2025 stiegen die Rohölimporte um 2,8 Prozent, verglichen mit dem gleichen Vorjahreszeitraum. Positiv ist auch, dass die dortige Raffinerieauslastung im Juli um rund ein Prozent auf 71,84 Prozent stieg. Dies bedeutet potentiell höhere Ölproduktexporte, welche die hiesigen Heizölpreise positiv beeinflussen könnten.

Die Analysten der Investmentbank JPMorgan gehen von einer steigenden Ölnachfrage in den kommenden Wochen aus. Laut den neusten Daten lag der durchschnittliche globale Ölbedarf bei 104,7 Mio. B/T. Damit liegt er rund 300.000 B/T höher als im gleichen Vorjahreszeitraum. Allerdings sind dies auch 90.000 B/T weniger als ursprünglich prognostiziert.

Der US-amerikanische Präsident Donald Trump verkündete gestern neue Strafzölle auf indische Exporte in die USA. Es sollen zusätzliche 25 Prozent ab dem 28.08.2025 erhoben werden. Hintergrund ist Indiens Verhalten hinsichtlich des Kaufs russischen Öls. Die USA verlangten hier starke Einschränkungen, was Indien vorerst ablehnte. Die chaotische Handelspolitik der USA verhindert damit weiterhin allzu starke Ölpreisaufwärtsbewegungen.

Der Heizölpreisabwärtstrend der letzten Tage sorgt weiterhin für eine mehr als doppelt so hohe Nachfrage wie jahreszeitüblich. Auch die Anzahl der auf HeizOel24 nach einem passenden Angebot suchenden Interessenten liegt bei mehr als dem Fünffachen des jahreszeitüblichen Wertes.
Während die Heizölpreise in Österreich auf dem Vortagesniveau stagnieren, sanken sie in Deutschland und der Schweiz um 0,3 Cent bzw. 0,7 Rappen pro Liter.
Am Ölmarkt zeichnet sich eine Aufwärtskorrektur ab, welche derzeit noch von dem wieder erstarkten Euro ausgeglichen wird. Noch gibt es keine eindeutige Datenlage darüber, ob Russland sich dem US-amerikanischen Druck beugen wird. Dies lässt noch etwas Spekulationsspielraum offen. Die neuen Strafzölle auf indische Importe in die USA könnten risikobereite Spekulanten allerdings so deuten, dass Russland sich nicht dem US-amerikanischen Druck beugen wird. -fr-

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