Heizölpreise geben nach gestrigem Anstieg wieder nach

11.06.25 • 08:57 Uhr • HeizOel24 News • Fabian Radant

Die Heizölpreise haben sich heute Vormittag wieder leicht entspannt und Interessenten profitieren von Rückgängen von bis zu 0,7 Rappen bzw. Cent. Aufwärtsdruck zeichnet sich von Seiten der EU ab. Diese plant ein neues Sanktionspaket gegen Russland und will kommende Woche die G7-Staaten zu einer Absenkung des Ölpreisdeckels bewegen. Das Ölförderkartell OPEC spekuliert derweil auf einen starken Rohölbedarfsanstieg bis 2025.

Der Euro konnte sich auf 1,14 Dollar steigern und wartet auf Richtungsimpulse. Die Ölpreise gaben im Vergleich zum gestrigen Vormittag allerdings nach, folgen derzeit allerdings wieder einem leichten Aufwärtstrend. Die Nordseerohölsorte Brent wird derzeit mit 66 Dollar pro Fass gehandelt. Die US-amerikanische Sorte WTI fiel derweil mit 64 Dollar pro Fass wieder unter die psychologisch wichtige 65-Dollar-pro-Fass-Marke. ICE Gasoil gab auf 637 Dollar pro Tonne nach.

Die EU stellte gestern ein neues Sanktionspaket gegen Russland zur Abstimmung für ihre Mitglieder vor. Betroffen ist hauptsächlich der russische Finanzsektor. Allerdings will die EU auhc mit den G7-Staaten zusammen den Preisdeckel auf russisches Rohöl von derzeit 60 Dollar pro Fass auf 45 Dollar absenken. In der kommenden Woche tagen die G7-Staaten und die EU in Kanada. Dort soll dann unter anderem über den Vorschlag der EU debattiert werden.
Die Sanktionen gegen den russischen Finanzsektor erschweren potentiell Käufe russischen Öls, verknappen damit das globale Angebot und wirken potentiell Ölpreissteigernd. Die Reduktion des Preisdeckels könnte sich wiederum Ölpreissenkend auswirken.

Der Generalsekretär des Ölförderkartells OPEC erwartet einen Anstieg des globalen Energieverbrauchs bis 2050 um 24 Prozent. Er geht dabei davon aus, dass der aktuelle tägliche Rohölbedarf auf 120 Mio. Fass steigen wird. 2024 lag dieser bei durchschnittlich 103,75 Mio. B/T. Zusätzlich lobte er die Investitionen Kanadas in den dortigen Ölsektor und den globalen politischen Widerstand gegen die bisherigen Klimaziele.

Während die Heizölnachfrage leicht unter dem jahreszeitüblichen Niveau liegt, suchen weiterhin mehr als vier Mal so viele Interessenten wie üblich auf HeizOel24 nach passenden Angeboten.
Mit Heizölpreisrückgängen von im Schnitt 0,1 Cent pro Liter in Österreich, 0,25 Cent in Deutschland und 0,7 Rappen in der Schweiz, könnten hier bereits erste Interessenten fündig werden.
Allerdings kann auch auf einen weiteren Preisrückgang am Nachmittag spekuliert werden. Dort werden die offiziellen Daten zu den US-amerikanischen Ölbeständen veröffentlicht. Laut inoffiziellen Quellen sollen die Rohölbestände deutlich weniger und die Ölproduktbestände, zu denen auch Heizöl gehört, deutlich stärker als erwartet gestiegen sein. Wenn sich diese Prognosen annähernd bewahrheiten sollten, dürften auch hierzulande die Heizölpreise fallen. Dem gegenüber stehen die weiterhin unkontrollierten Waldbrände in Kanada und die Verhandlung zwischen den USA und China, welche jeweils die Ölpreise antreiben könnten. -fr-

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