Ölpreise bleiben trotz Fed unter Druck

11.12.25 • 10:29 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Die Ölpreise haben sich nach der Fed-Zinssenkung nicht fangen können und gaben am Mittwoch erneut nach. Ein Überangebot bleibt das große Thema, während neue Spannung um Venezuela für kurze Unruhe sorgte. Zwar konnten Brent und Gasöl am Abend nochmal aufholen, die alte Thematik rund um das Ölangebot bleibt aber bestehen. Für Heizölkunden zeigt sich der Markt uneinheitlich. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ergeben sich heute je nach Region leichte Auf- oder Abschläge.

Die Ölmärkte starteten am Mittwoch mit schwerem Gepäck in den Handel. Die EIA stellte in ihrem Monatsbericht ein noch größeres Überangebot für 2026 in Aussicht, und die Bestandsdaten des American Petroleum Institute (API) zeigten zwar sinkende Rohölbestände, aber zugleich deutliche Aufbauten bei Benzin und Destillaten. Unterstützung von der technischen Seite blieb ebenfalls aus.

Zwischenzeitlich sorgten Meldungen über Schäden an der kasachischen Exportinfrastruktur und Produktionsstörungen im Golf von Mexiko für kurze Gegenbewegungen, doch die Erholung blieb flach. Erst mit den offiziellen Bestandsdaten des Department of Energy (DOE) und der Fed-Entscheidung kam Schwung in den Markt. Die Fed hatte wie erwartet die Zinsen um 25 Basispunkte gesenkt.

Für Schlagzeilen sorgte zudem die Beschlagnahmung eines „staatenlosen“ Öltankers vor Venezuelas Küste durch US-Soldaten. Ein Einsatz, der auf den Verdacht illegaler Öltransporte und fehlender Herkunftsangaben des Schiffs zurückging und vor dem Hintergrund der bestehenden US-Sanktionen gegen Venezuelas Ölsektor stattfand. Trotz dieser geopolitischen Reibung blieb die Wirkung auf die Preise begrenzt. Am frühen Donnerstag zeigen sich Brent, WTI und Gasoil erneut schwächer, während die Märkte auf neue Konjunkturdaten und frische Impulse aus den Monatsberichten von IEA und OPEC warten.

Die Heizölpreise in Deutschland laufen heute nicht im Gleichschritt und starten je nach Region mit leichtem Abwärts- oder Aufwärtsspielraum in den Tag. Während Heizöl in Teilen Bayerns, Baden-Württembergs und des Saarlands bis zu einem Cent je Liter teurer werden kann, zeigt sich das Preisniveau in den anderen Bundesländern gefälliger. Unterm Strich ergeben sich im bundesweiten Durchschnitt Aufschläge von etwa 0,3 Cent je Liter, sodass in der Woche die volle Schwankungsbreite zwischen 90 und 91 Cent ausgeschöpft wurde.

In Österreich konnten die Heizölpreise in ihrem gemächlichen Tempo nun auch unter die 1,13 Marke schleichen. Seit Ende November ist der Abwärtstrend intakt und das Oktoberniveau fast errreicht. Auch in der Schweiz können die Heizölpreise weiter abwerfen und kommen am Vormittag auf einen Durchschnittspreis von 93,3 Rappen je Liter. Das sind 2,5 Rappen weniger also noch zum Wochenauftakt.

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