Sanktionsandrohungen treiben Heizölpreise an

01.04.25 • 08:37 Uhr • HeizOel24 News • Fabian Radant

Heizölinteressenten müssen heute Vormittag bis zu 0,7 Rappen bzw. Cent mehr pro Liter einplanen. Hintergrund sind die US-amerikanischen Strafzollandrohungen gegen Russland und den Iran. Zusätzlich sank die US-amerikanische Rohölproduktion.

Der Euro hält sich noch knapp bei 1,08 Dollar, während die Ölpreise einem kleinen Aufwärtstrend folgen. Die Nordseerohölsorte Brent konnte sich auf 74 Dollar pro Fass steigern. Währenddessen sprang die US-amerikanische Sorte WTI von gestern Vormittag 69 Dollar auf heute Vormittag 71 Dollar pro Fass und überschritt die psychologisch wichtige 70 Dollar Marke damit deutlich. ICE Gasoil steigerte sich derweil spürbar auf 689 Dollar pro Tonne.

Der Ölmarkt preist die mögliche Angebotsverknappung durch neue US-amerikanische Sanktionen ein. Die Androhung des US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump, Strafzölle gegen den russischen Ölsektor einzuführen, wird vom Ölmarkt als Bluff abgetan. Hintergrund ist die Nähe Trumps zum russischen Präsidenten Vladimir Putin. Der Iran war das zweite Ziel der Drohungen und verfügt nicht über eine entsprechend positive Bindung zum US-amerikanischen Staatsoberhaupt. Da ähnliche Sanktionen bereits gegen Venezuela verhängt wurden, sieht der Ölmarkt hier ein hohes Risiko für die tatsächliche Einführung weiterer Sanktionen.

Zusätzlicher Ölpreisaufwärtsdruck wurde durch den US-amerikanischen Ölsektor ausgelöst. Die USA sind der größte Ölproduzent der Welt. Laut der US Energy Information Administration sank die Produktion im Januar 2025 um 305.000 B/T auf 13,15 Mio. B/T und damit den niedrigsten Wert der letzten elf Monate.

Die gestiegenen Ölpreise und das wärmere Wetter drücken auf die Heizölnachfrage. Während dreieinhalb Mal so viele Interessenten wie jahreszeitüblich die Preise auf HeizOel24 vergleichen, werden nur rund 90 Prozent der Bestellungen getätigt.
Aktuell werden die Ölpreise durch die Androhung neuer Sanktionen belastet. Der Ölmarkt geht allerdings davon aus, dass der Ölmarkt durch die ab diesem Monat wieder steigenden OPEC+-Förderquoten und die wirtschaftsschädigen Zölle der USA mittelfristig überversorgt sein wird. Dies dürfte auch zu niedrigeren Heizölpreisen in den kommenden Monaten führen.
Während die Heizölpreise in Österreich noch auf dem Vortagesniveau stagnieren, müssen Interessenten in der Schweiz und Deutschland im Schnitt 0,5 Rappen bzw. 0,7 Cent mehr pro Liter einplanen. -fr-

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