Gescheiterte Friedensbemühungen treiben Heizölpreise aufwärts

20.03.25 • 10:42 Uhr • HeizOel24 News • Fabian Radant

Die Heizölpreise stiegen heute Vormittag um bis zu 0,5 Cent bzw. Rappen an. Zwar drückt die Verschiebung der Senkung des US-amerikanischen Leitzinses auf die Ölpreise, auf der anderen Seite scheint die von den USA erzwungene Einschränkung der Kampfhandlungen im Russland-Ukraine-Krieg bereits wenige Stunden nach Einführung von beiden Seiten gebrochen worden zu sein.

Der Euro fiel auf 1,08 Dollar und folgt einem moderaten Abwärtstrend, während die Ölpreise moderat steigen. Die Nordseerohölsorte Brent wird derzeit mit 71 Dollar und die US-amerikanische Sorte WTI mit 67 Dollar pro Fass gehandelt. ICE Gasoil konnte sich deutlich auf 663 Dollar pro Tonne steigern.

Die durch den neusten US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump begonnenen Handelskriege sorgen weiterhin für Abwärtsdruck. Die potentiell inflationstreibende Politik des Präsidenten sorgte dafür, dass die US-amerikanische Zentralbank (Fed) den zweiten Monat in Folge die geplante Senkung des Leitzinses verschob und die Prognose des US-amerikanischen Wirtschaftswachstums 2025 von 2,1 auf 1,7 Prozent deutlich nach unten korrigierte. Zusammen mit den Äußerungen des Präsidenten, einen Abschwung für die Umsetzung seiner Politik in Kauf zu nehmen, sorgt dies für Angst vor einer nachlassenden Ölnachfrage in den USA.

Unter Druck gesetzt durch die USA, einigten sich die Ukraine und Russland gestern auf einen dreißigtägigen Nichtangriffspakt auf die jeweilige Energieinfrastruktur. Nur wenige Stunden später warfen sich beide Seiten bereits einen Bruch des Abkommens vor. Während Russland z. B. in Kiew Angriffe auf die dortige Energieinfrastruktur geflogen haben soll, unterstellt Russland der Ukraine ein Öldepot im Süden des Landes angegriffen zu haben. Der Ölmarkt reagiert deshalb mit der Erhöhung der Risikoaufschläge und Verunsicherung, ob die USA wirklich in der Lage sind, den Konflikt zu befrieden.

Die wieder steigenden Heizölpreise drücken die Nachfrage auf das anderthalbfache der jahresüblichen Werte. Gleichzeitig bleibt das Interesse hoch und es vergleichen fast fünf Mal so viele Interessenten wie jahreszeitüblich die Heizölpreise auf HeizOel24. Da die Friedensbemühungen der USA im Krieg zwischen der Ukraine und Russland zu scheitern scheinen, ist kurzfristig mit weiter steigenden Preisen zu rechnen. Die Hoffnung auf einen Frieden hatte hier die letzten Tage für Abwärtsdruck gesorgt.
In Österreich sorgt dies heute Vormittag für auf dem Vortagesniveau verharrenden Heizölpreisen. In der Schweiz und Deutschland stiegen diese wiederum um durchschnittlich 0,15 Rappen bzw. 0,5 Cent pro Liter an. Dennoch findet Heizölinteressenten bundesweit weiterhin regionale Angebote um die 90 Cent pro Liter Heizöl herum. -fr-

HeizOel24-Tipp: Wer nicht auf fallende Preise spekulieren kann und tanken muss, kann über eine Finanzierung nachdenken. Der doch nicht ganz unerhebliche Betrag, den eine Tankfüllung kostet, kann in bequemen Raten bezahlt werden. So bleiben Sie finanziell flexibel. HeizOel24

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