Heizölpreisspitze vorerst gebrochen

04.02.25 • 10:04 Uhr • HeizOel24 News • Fabian Radant

Die Ölpreise geben heute Vormittag nach, da sich die USA, Kanada und Mexiko auf eine dreißigtägige Aussetzung der Strafzölle einigen konnten. China wiederum führt eigene Strafzölle auf einige US-amerikanische Energieimporte ein. Die OPEC+ bleibt, trotz Druck aus den USA, bei ihrem Plan der graduellen Förderquotenkürzungsrücknahme.

Der Euro notiert derzeit bei 1,03 Euro und folgt einem leichten und die Ölpreise einem moderaten Abwärtstrend. Die Nordseerohölsorte Brent hält sich knapp auf der psychologisch wichtigen 75 Dollar pro Fass Marke, während die US-amerikanische Sorte WTI derzeit mit 71 Dollar pro Fass gehandelt wird. ICE Gasoil notiert aktuell bei 704 Dollar pro Tonne.

Die Ölpreise geben wieder nach. Kanada und Mexiko verstärkten die Grenzkontrollen, wie von den USA gewünscht. Diese wiederum setzen die erst am Wochenende eingeführten Zölle von 25 Prozent auf nahezu alle kanadischen und alle mexikanischen Importe für 30 Tage aus.
Die zehn Prozent Strafzölle auf alle chinesischen Importe führten allerdings zu Strafzöllen von China auf US-amerikanische Kohle- und Flüssiggasimporte in Höhe von 15 Prozent und zehn Prozent auf Rohölimporte. Da China nur rund 1,7 Prozent seiner Rohölimporte aus den USA bezieht, hat dies bisher allerdings keinen nennenswerten Einfluss auf die globalen Ölpreise.

Gestern tagte das Ölförderkartell OPEC+. Trotz des Drucks aus den USA, die Rohölförderung kurzfristig zu erhöhen, bleibt das Kartell bei seinem bisherigen Beschluss, die freiwilligen Förderquotenkürzungen ab April 2025 graduell aufzuheben. Derzeit hat das Ölförderkartell seine Rohölförderung um 5,85 Mio. B/T reduziert. Ab dem ersten April sollen davon 2,2 Mio. langsam wieder dem globalen Markt zur Verfügung gestellt werden.

Die Heizölinteressenten in der D-A-CH-Region verdauen noch den gestrigen durch den neuen US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump ausgelösten Preisschock. Da dieser auch Europa mit Strafzöllen droht und wir gestern bereits nur durch die indirekten Auswirkungen von Strafzöllen massive Heizölpreisanstiege hatten, sichern sich Nutzer mit akutem Bedarf derzeit ab und bestellen Heizöl. Die Anzahl der Bestellungen liegt rund 80 Prozent über dem für diese Jahreszeit üblichen Niveau. Gleichzeitig sank der durchschnittliche Heizöltankfüllstand auf rund 53 Prozent ab. Die sinkenden Temperaturen sorgen hier für einen höheren Verbrauch.

Die Heizölpreise sanken heute Vormittag um durchschnittlich 0,1 Cent pro Liter in Österreich, 0,75 Rappen in der Schweiz und 1,7 Cent in Deutschland. Besonders im Südwesten und Westen der Bundesrepublik können Heizölinteressenten dadurch wieder Preise um die 0,95 Cent pro Liter finden. -fr-

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