Ölpreise auf Richtungssuche

27.09.24 • 10:09 Uhr • HeizOel24 News • Fabian Radant

Während die Einigung auf einen Übergangsvorsitzenden für die libysche Zentralbank leicht auf die Ölpreise drückt, stützt die vermutlich steigende Ölproduktnachfrage in Florida. Signifikante Ölpreisbewegungen gibt es daher heute Vormittag nicht.

Der Euro hält sich weiterhin bei 1,11 Dollar und folgt den Ölproduktpreisen auf ihrem leichten Abwärtstrend, während die Rohölpreise auf Richtungsimpulse warten. Die Nordseerohölsorte Brent startet mit 71 Dollar pro Fass auf dem gestrigen Vormittagswert in den Handel, während die US-amerikanische Rohölsorte WTI auf 67 Dollar pro Fass fiel. ICE Gasoil wird mit 653 Dollar pro Tonne minimal über dem gestrigen Vormittagswert gehandelt.

Die beiden zerstrittenen Regierungsfraktionen in Libyen, die das Land in Ost und West gespalten haben, haben sich auf einen Übergangsvorsitzenden für die dortige Zentralbank geeinigt und zielen darauf ab, die Ölproduktion wieder auf das normale Niveau anzuheben. Laut Schiffsverkehrsdaten wurden im September 2024 rund 400.000 Fass Rohöl pro Tag exportiert, während die Exporte normalerweise bei rund einer Million Fass liegen.

Der auf den US-amerikanischen Bundesstaat Florida zuziehende Hurrikan Helene sorgt derweil für ausgleichenden Aufwärtsdruck. Florida stellt selbst keine Ölprodukte her und durch den Tropensturm werden einerseits die Importe verhindert und andererseits wird eine steigende Nachfrage, aufgrund der Lieferschwierigkeiten, erwartet.

In Österreich folgen die Ölpreise weiterhin ihrem stabilen Seitwärtstrend, während sie in der Schweiz und Deutschland um im Schnitt 0,3 Rappen bzw. Cent pro Liter stiegen. Vereinzelt gibt es vor allem im Westen und Osten der Bundesrepublik regionale Abwärtsbewegungen mit Preisen knapp unter 90 Cent pro Liter Heizöl. -fr-

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