Ölpreise nach Kharg-Angriff unentschlossen

16.03.26 • 11:52 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Die Ölmärkte starten mit Aufschlägen in die neue Woche, geben am Vormittag jedoch bereits wieder ab. Amerikanische Streitkräfte haben am Wochenende iranische Militäranlagen auf der Ölinsel Kharg angegriffen. US-Präsident Trump hat weitere Schritte angedroht, sollte die Straße von Hormus nicht freigegeben werden. Die Lage am Persischen Golf bleibt kritisch. Die Heizölpreise im DACH-Raum ziehen zum Wochenstart weiter an. Im Durchschnitt sind es etwa drei Cent bzw. Rappen je Liter.

Über die zum Iran gehörende Insel Kharg läuft der Großteil der iranischen Rohölexporte – bis kurz vor Kriegsbeginn schätzungsweise rund drei Millionen Barrel täglich. In der Nacht zum Samstag haben US-Streitkräfte dort iranische Militäranlagen angegriffen. Teheran versicherte, die Ölverladungen jedoch liefen weiter. Sollte der Iran den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus weiter blockieren, stünden auch die Ölanlagen der Insel auf der Zielliste, drohte US-Präsident Trump. Bei einer Zerstörung der Anlagen würden allerdings dauerhaft Millionen Barrel Öl wegfallen.

Noch in derselben Nacht traf eine Drohne den Hafen Fujairah in den Vereinigten Arabischen Emiraten, einen der wichtigsten Rohölumschlagplätze der Region. Der Betrieb stand vorübergehend still, am Sonntag konnten die Verladungen allerdings wiederaufgenommen werden.

Die Internationale Energieagentur IEA hat am Wochenende nachgelegt und Einzelheiten zur beschlossenen Reservefreigabe veröffentlicht. Länder im asiatisch-pazifischen Raum beginnen sofort, Europa und die amerikanischen Staaten folgen Ende März. Zusammen sollen 400 Millionen Barrel auf den Markt kommen. Die IEA selbst formulierte es nüchtern. Die Reserven seien ein willkommener Puffer. Was die Märkte aber wirklich brauchen, sei die Wiederöffnung der Straße von Hormus.

Nach den neuen Entwicklungen am Wochenende notierte die Nordseesorte Brent zum Wochenstart bei 104,86 US-Dollar je Barrel, WTI startete bei knapp 100 US-Dollar je Fass. Beide Referenzsorten befinden sich damit auf dem höchsten Stand seit Jahren.

Heizöl kostet in Deutschland aktuell knapp 1,38 Euro je Liter. Hinter dem Preisanstieg steckt auch der Euro, hat am Freitag nachgab und sich seitdem noch nicht wieder erholt hat. Da Rohöl in US-Dollar gehandelt wird, verteuert ein schwacher Euro jeden importierten Barrel noch einmal zusätzlich. Ob sich daran in den kommenden Tagen etwas ändert, hängt von mehreren Variablen ab: der Lage am Persischen Golf, dem Ausgang der nächsten Notenbanksitzungen und der Frage, wie schnell die ersten Reservemengen tatsächlich auf dem Markt ankommen.

HeizOel24-Tipp: Sie möchten nur eine kleine Menge bestellen? Schließen Sie sich mit Nachbarn zu einer Sammelbestellung zusammen. Oft lässt sich dadurch sparen. HeizOel24

Jetzt auf dem Laufenden bleiben
Infoservices
137,54 €
Veränderung
+2,55 %
zum Vortag
137,54 €
/100l
Prognose
-1,93 %
zu morgen
Ø DE €/100l bei 3.000l | 16.03.2026, 13:25
Nordseeöl 103,34
$/Barrel -0,53%
Gasöl 1.156,25
$/Tonne +0,81%
Euro/Dollar 1,1481
$ +0,57%
US-Rohöl 97,01
$/Barrel -2,32%
Börsendaten
Montag
16.03.2026
11:52 Uhr
Schluss Vortag
15.03.2026
Veränderung
zum Vortag
Rohöl
Brent Crude
103,13 $
pro Barrel
103,89 $
pro Barrel
-0,73%
Gasöl
1.155,25 $
pro Tonne
1.147,00 $
pro Tonne
+0,72%
Euro/Dollar
1,1472 $
1,1416 $
+0,49%
(etwas fester)
USD/CHF
0,7886 CHF
0,7912 CHF
-0,33%
(etwas schwächer)
Heizölpreis
Montag
16.03.2026
11:52 Uhr
Schluss Vortag
15.03.2026
Veränderung
zum Vortag
Deutschland
137,64 €
134,12 €
+2,62%
Österreich
160,40 €
160,55 €
-0,09%
Schweiz
130,07 CHF
132,21 CHF
-1,62%
Ø 100l Preis bei 3.000l
4-Wochen Prognose
Rohöl steigend
Heizöl steigend
alle Angaben ohne Gewähr

HeizOel24 Logo
Marktbarometer

Tagesaktuelle Auswertung des Handelsgeschehens auf HeizOel24 im Vergleich zum Durchschnitt der letzten 12 Monate.
Heizölpreise zeigen leichte Entspannung zum Wochenende
13.03.26 • 10:59 Uhr • Janin Wordel
Nach tagelangem Preisanstieg kommen die Ölnotierungen am Freitagmorgen erstmals etwas zurück. Washington hat mit einer befristeten Lockerung der Russland-Sanktionen ein weiteres Entlastungssignal gesetzt. Ob das reicht, um die Ölbullen zu beruhigen, ist fraglich. Verbraucher können am Vormittag auf eine kleine Entspannung im Preischart schauen. Die Heizölpreise geben vielerorts bis zu drei Cent bzw. Weiterlesen
Ölpreise zeigen IEA-Reservefreigabe kalte Schulter
12.03.26 • 10:53 Uhr • Janin Wordel
Der Ölpreis zieht am Donnerstag erneut kräftig an. Der Iran hat seine Angriffe auf Öltransporte im Nahen Osten ausgeweitet, der Oman evakuiert seinen wichtigsten Ölhafen – und die Märkte ignorieren die größte Reservefreigabe der Geschichte. Für Heizölkäufer in Deutschland, Österreich und der Schweiz bedeutet das heute einen deutlichen Preisanstieg von durchschnittlich bis zu neun Cent bzw. Rappen je Weiterlesen

Pressekontakt

Oliver Klapschus
Geschäftsführer
030 7017120
Newsarchiv