Ölpreise erholen sich leicht

31.07.24 • 11:20 Uhr • HeizOel24 News • Fabian Radant

Chinas schwächelnde Ölnachfrage wurde in zwischen vom Ölmarkt eingepreist und laut mehrerer Quellen innerhalb der OPEC+ wird diese, trotz der jüngsten Verluste der Ölpreise, an ihrer im Juli beschlossenen Strategie festhalten. Damit steht dem, durch die heute Vormittag erfolgte Ermordung des Anführers der Hamas ausgelösten, Aufwärtsdruck an der Ölbörse nichts entgegen und ein Teil der gestrigen Verluste wurden bereits wieder ausgeglichen.

Während sich der Euro bei 1,082 Dollar hält und auf Richtungsimpulse wartet, folgen die Ölpreise einer starken Aufwärtstendenz. Die Nordseerohölsorte Brent konnte sich wieder auf die psychologisch wichtige 80 Dollar pro Fass marke kämpfen und WTI legte auf bisher 76 Dollar pro Fass zu. Auch ICE Gasoil startet im Vergleich zum gestrigen Vormittag mit 738 Dollar pro Tonne mit Gewinnen in den heutigen Handel.

Die Ermordung des Oberhauptes der Hamas im Iran am heutigen Vormittag sorgt für Ölpreisaufwärtsdruck. Besonders, da Israel gestern verkündete ein hochrangiges Mitglied der im Libanon ansässigen Hisbollah-Miliz getötet zu haben. Dadurch steigt die Angst des Ölmarktes vor einer Eskalation des Nahostkonfliktes und dem möglichen Einbezug anliegender Ölproduzierender Länder.

Zusätzlicher Aufwärtsdruck am Ölmarkt entstand, da die letzten Wochen sogenannte Long-Positionen, bei denen aufsteigende Preise in der Zukunft spekuliert wird, verkauft wurden, was den Preis senkt und diese für Investoren wieder attraktiver macht. Zusätzlich sind die Ölbestände der USA laut dem American Petroleum Institute (API) auch in der letzten Woche wieder gesunken. Hier wird allerdings erst der Bericht des Department of Energy (DOE) am heutigen Nachmittag für Klarheit und damit ggf. weiteren Aufwärtsdruck am Ölmarkt sorgen.

Abgemildert werden die Anstiege allerdings weiterhin durch die schwächelnde chinesische Ölnachfrage sowie der Erwartung, dass die OPEC+ ihre im letzten Monatsmeeting bekanntgegebene Strategie beibehalten wird. Das nächste Treffen des Förderkartells findet am morgigen Donnerstag statt und es wird, aufgrund interne OPEC+-Quellen, erwartet, dass Fördermenge nicht beschnitten und die graduelle Rücknahme der freiwilligen Förderquotenkürzungen wie geplant im September dieses Jahres beginnen wird.

Während die Heizölpreise in Österreich und der Schweiz heute Vormittag noch um durchschnittlich 0,2 Cent bzw. 0,4 Rappen pro Liter fielen, folgen sie in Deutschland mit einem Plus von 0,5 Cent pro Liter bereits dem Aktienmarkt. Dennoch gibt es regional in der gesamten Bundesrepublik auch moderate Abwärtsbewegungen. -fr-

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