Robuste Nachfrage stärkt Ölpreise

11.07.24 • 12:51 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Die offiziellen US-Lagerbestandsdaten des DOE und die bullishen Monatsreporte von OPEC und EIA konnten die Ölpreise gestern befeuern. Für die Inlandspreise deuteten sich spürbare Preisaufschläge an, die durch den gestärkten Euro jedoch abgedämpft werden konnten. Während Verbraucher in Deutschland und der Schweiz mit leichten Aufschlägen rechnen müssen, zeigen sich die Heizölpreise in Österreich recht unbewegt-

Die Ölpreise sind am Donnerstag gestiegen, nachdem die US-Rohölbestände in der vergangenen Woche um 3,4 Millionen Barrel gesunken waren, wie das US-Energieministerium (DOE) in ihrem gestrigen offiziellen Bericht meldete. Dieser Rückgang übertraf die Erwartungen der Analysten deutlich und signalisiert eine stärkere Nachfrage. Die Benzinbestände fielen um 2,0 Millionen Barrel, was ebenfalls auf eine erhöhte Nachfrage hindeutet. Das gab den Ölbullen Futter und die Ölpreise konnten mit leichten Gewinnen aus dem Handel gehen. Marktteilnehmer wurden durch diese bullishen Signale ermutigt, die bereits durch den API-Bestandsbericht und den EIA-Monatsbericht vom Vortag unterstützt wurden. Beide Berichte hatten eine wachsende Nachfrageentwicklung prognostiziert. Auch die OPEC bleibt optimistisch und geht in ihrem Monatsbericht von einem robusten Wachstum der globalen Ölnachfrage in diesem und im nächsten Jahr aus, insbesondere aufgrund des wirtschaftlichen Wachstums und des zunehmenden Flugverkehrs in den Sommermonaten. Am Donnerstagvormittag geben die Ölpreise allerdings schon wieder von ihrer Aufwärtsdynamik ab und notieren bei 85,29 US-Dollar (Brent) und 82,23 US-Dollar (WTI).

Ein weiterer Einflussfaktor für die steigenden Ölpreise sind die Inflationsdaten aus den USA. Analysten erwarten sinkende Inflationszahlen, was die Hoffnung auf eine Zinssenkung der Federal Reserve im September befeuert. Diese Erwartung hat die Risikobereitschaft an den Finanzmärkten erhöht und die Ölpreise zusätzlich gestützt. Fed-Chef Jerome Powell bestätigte jedoch, dass für eine Zinssenkung weitere Beweise für einen nachhaltigen Rückgang der Inflation nötig seien.

Die Heizölpreise haben ihre Abwärtsbewegung in Deutschland und der Schweiz erstmal gestoppt und zeigen sich heute mit marginalen Aufschlägen. Aber auch hier deuten sich regionsabhängig schon wieder die ersten Preissenkungen an. In Deutschland sind es vor allem der Süden und Südwesten, in denen Kunden besonders günstig Heizöl kaufen. Im Schnitt liegt der Heizölpreis in diesen Gebieten zwei Prozent unter dem bundesweiten Mittel von knapp 98 Cent je Liter. Auf Jahressicht sieht es immer noch gut aus. Die Heizölpreise haben seit der Hochphase im Februar deutlich an Gewicht abgeworfen und kommen von 1,07 Euro pro Liter als Jahresspitze rund neun Prozent zurück. Nutzen Sie die Phase, um sich ein Preisziel zu setzen, zu dem Sie kaufen möchten.

HeizOel24-Tipp: Sie warten auf einen bestimmten Preis? Kein Problem! Legen Sie ihn fest und wir informieren Sie per E-Mail bzw. Push-Nachricht, wenn dieser erreicht ist. Nutzen Sie einfach die Preisalarm-Funktion in der Angebotsliste. HeizOel24. 11.07.2024

Jetzt auf dem Laufenden bleiben
Infoservices
97,15 €
Veränderung
-0,19 %
zum Vortag
97,15 €
/100l
Prognose
0,00 %
zu morgen
Ø DE €/100l bei 3.000l | 22.02.2026, 04:19
$/Barrel -0,07%
Gasöl 727,75
$/Tonne 0,00%
Euro/Dollar 1,1781
$ 0,00%
US-Rohöl 66,31
$/Barrel -0,12%
Börsendaten
Donnerstag
11.07.2024
12:51 Uhr
Schluss Vortag
10.07.2024
Veränderung
zum Vortag
Rohöl
Brent Crude
85,35 $
pro Barrel
85,36 $
pro Barrel
-0,01%
Gasöl
781,25 $
pro Tonne
776,00 $
pro Tonne
+0,68%
Euro/Dollar
1,0847 $
1,0829 $
+0,17%
(konstant)
USD/CHF
0,8983 CHF
0,8984 CHF
-0,01%
(konstant)
Heizölpreis
Donnerstag
11.07.2024
12:51 Uhr
Schluss Vortag
10.07.2024
Veränderung
zum Vortag
Deutschland
97,92 €
97,74 €
+0,18%
Österreich
118,65 €
118,67 €
-0,01%
Schweiz
108,10 CHF
107,72 CHF
+0,35%
Ø 100l Preis bei 3.000l
4-Wochen Prognose
Rohöl leicht fallend
Heizöl leicht fallend
alle Angaben ohne Gewähr

HeizOel24 Logo
Marktbarometer

Tagesaktuelle Auswertung des Handelsgeschehens auf HeizOel24 im Vergleich zum Durchschnitt der letzten 12 Monate.
Iran-Ultimatum katapultiert Heizölpreise nach oben
20.02.26 • 12:05 Uhr • Janin Wordel
Zum Wochenende ging es an den Börsen nochmal turbulent zu. Die Rohölpreise haben gestern den höchsten Stand seit sechs Monaten erreicht, getrieben von einem Ultimatum Washingtons an Teheran und überraschend starken US-Lagerdaten. Heizöl zieht heute Morgen im DACH-Raum um rund anderthalb bis zwei Cent pro Liter nach oben.Ausgelöst hat den Anstieg der Rohölpreise vor allem eine Aussage aus Washington. Weiterlesen
Heizölpreise springen auf Mehrwochen-Hoch
19.02.26 • 08:58 Uhr • Janin Wordel
Die Lage rund um den Iran hat den Ölmarkt am Mittwoch aus dem Gleichgewicht gebracht. Zwischen Gesprächstisch und Drohgebärde schossen die Ölpreise auf den höchsten Stand seit Anfang Februar. Auch Gasöl zog nordwärts und nahm Heizöl gleich mit ins Gepäck. Am Morgen müssen Verbraucher mit einer Teuerung von bis zu zwei Cent bzw. Rappen je Liter rechnen.Der Mittwoch startete noch vergleichsweise ruhig. Weiterlesen

Pressekontakt

Oliver Klapschus
Geschäftsführer
030 7017120
Newsarchiv