Ölpreis – voraussichtliche Zinssenkungen stützen

28.05.24 • 10:49 Uhr • HeizOel24 News • Fabian Radant

Nach den jüngsten Aussagen aus den Reihen der EZB ist die nächste Woche erwartete erste Zinssenkung in der Eurozone so gut wie sicher und stützt damit die Ölpreise. Für die weitere Ölpreisentwicklung richtet der Markt den Blick auf die für morgen erwarteten Daten zur deutschen Inflationsentwicklung sowie den US-amerikanischen Ölbeständen. Am Wochenende beginnt dann die Tagung der OPEC+, welche Anfang kommender Woche die Preisentwicklung bestimmen dürfte.

Der Euro konnte sich auf 1,087 Dollar hochkämpfen und folgt einem minimalen Aufwärtstrend. Die Nordseerohölsorte Brent steigerte sich derweil auf 83 Dollar und die US-amerikanische Rohölsorte WTI auf 78 Dollar pro Fass. Beide Kontrakte folgen wie ICE Gasoil, welches sich auf 754 Dollar pro Tonne steigern konnte, einer moderaten Aufwärtsbewegung. Damit sind weitere Heizölpreisanstiege im Tagesverlauf möglich.

Für Ölpreisaufwärtsdruck sorgten Kommentare aus den Reihen der europäischen Zentralbank (EZB). Laut diesen ist eine erste Zinssenkung in der kommenden Juniwoche nahezu sicher. Sinkende Zinsen kurbeln theoretisch die Ölnachfrage an. Interessant wird für den Ölmarkt nun die weitere europäische Zinsentwicklung, da hier, ähnlich wie zuvor in Amerika, Stimmen in den Reihen der Zentralbank laut werden, welche eine vorsichtigere Rückkehr zu niedrigen Zinsen propagieren.

Mit Spannung erwartet der Ölmarkt nun unter anderem die neusten Daten zu den US-amerikanischen Ölbeständen und der deutschen Inflationsentwicklung am Mittwoch, sowie die europäischen Inflationsdaten am Freitag. Zusätzlich tagt die OPEC+ am Sonntag und der Markt erwartet hier, dass das Förderbündnis seine freiwilligen Förderkürzungen mindestens in das dritte Quartal 2024 hinein verlängert.

In Deutschland stiegen die Heizölpreise heute Vormittag um durchschnittlich 0,35 Cent pro Liter an. Vereinzelt gibt es noch Preise von knapp unter 94 Cent pro Liter, insgesamt zeichnet sich diese Woche allerdings eine Aufwärtsdynamik ab. In Österreich starten die Heizölpreise derweil auf dem Vortagesniveau in den Handel. Hier gab es die letzten Wochen einen anhaltenden Abwärtstrend und der Heizölpreis sanken auf den niedrigsten Wert der letzten neun Monate. Es bleibt nun abzuwarten, ob sich der Abwärtstrend hält oder auch hier die Preise wieder steigen werden. In der Schweiz starten die Heizölpreise ebenfalls auf dem Vortagesniveau in den Handel und es sieht so aus, als ob der volatile Seitwärtstrend den ganzen Mais 2024 bestehen bleiben wird. Tendenziell sind aufgrund der gestarteten US-amerikanischen Fahrsaison, der voraussichtlich sinkenden europäischen Zinsen, der sehr wahrscheinlich fortbestehenden OPEC+-Förderquotenkürzungen und anderer Faktoren, wie dem neusten Stimulus-Paket der chinesischen Regierung wahrscheinlich. -fr-

HeizOel24-Tipp: Wer die Heizölpreise genau im Blick behalten möchte, sollte das Intraday-Chart für Heizöl nutzen. Auf der Seite Heizölpreise finden Sie dieses im Chart Heizöl Durchschnittspreis und wählen dann die Option „heute“. Hier erkennen Sie frühzeitig, wie sich der Preis verhält und können rechtzeitig reagieren. HeizOel24

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