Heizölpreise steigen leicht

17.05.24 • 10:05 Uhr • HeizOel24 News • Fabian Radant

Der Preissprung vor dem Wochenende wird hauptsächlich durch die jüngsten chinesischen Wirtschaftsdaten ausgelöst. Laut diesen wuchs der Industriesektor unerwartet stark, vor allem der Bausektor sorgt allerding für Einschränkungen des Aufwärtspotentials. Zusätzlich wüten Waldbrände in Kanadas Hauptölförderregion und der Ölmarkt preist entsprechende Risikoprämien ein.

Der Euro sank im Vergleich zum gestrigen Vormittag minimal auf 1,086 Dollar. Die Nordseerohölsorte Brent hält sich derweil bei 83 Dollar pro Fass, während sich WTI auf 79 Dollar pro Fass hochkämpfen konnte. ICE Gasoil steigerte sich derweil spürbar auf 759 Dollar pro Tonne und folgt einem moderaten Aufwärtstrend. Zumindest am Vormittag dürfte das Heizölpreisaufwärtspotential in Deutschland damit ausgeschöpft sein, während vergleichbare Preissteigerungen in Österreich und der Schweiz wahrscheinlich sind.

Mit 6,7 Prozent wuchs der chinesische Industriesektor im April 2024 im Vergleich zum April 2023 deutlich stärker als die vom Markt erwarteten 5,5 Prozent. Dies weckt im Ölmarkt heute Vormittag die Hoffnung auf eine steigende chinesische Ölnachfrage und treibt die Preise aufwärts. Auf der anderen Seite zeigen die jüngsten Daten nur schwach wachsende Einzelhandelsumsätze und weiterhin stark fallende Eigenheimpreise. Damit zeigen die neusten Daten erneut einen schwächelnden Binnenmarkt und eine Außenhandelsgetriebene Wirtschaft. Sollte der Bausektor von der Politik nicht stabilisiert werden können und vollkommen zusammenbrechen, dürften die globalen Ölpreise stark fallen.

Die Waldbrände im kanadischen Alberta stützen ebenfalls die Ölpreise. Die dortige Region produziert rund 3,3 Mio. B/T Rohöl und in den letzten Jahren haben Waldbrände für teils Wochenlange Produktionseinschränkungen von 200.000 bis 1.000.000 B/T gesorgt. Auch aktuell wüten in der Region wieder Brände, was zu Risikoaufschlägen am Ölmarkt führt.

Die Heizölpreise in Österreich fielen im Vortagesvergleich um durchschnittlich 0,05 Cent pro Liter, im Vergleich zum Tagesschlusswert vom Mittwoch ergibt sich jedoch ein Heizölpreisrückgang von im Schnitt 0,5 Cent pro Liter und im Angesicht der aktuellen globalen Preisentwicklung ein sehr guter Kaufzeitpunkt. In der Schweiz stiegen die Preise um minimale 0,05 Rappen pro Liter, während sie in Deutschland mit einem Plus von rund einem Cent pro Liter Heizöl der aktuellen Börsenentwicklung folgen. Dennoch gibt es auch in der Bundesrepublik viele regionale Abwärtsbewegungen, welche von Heizölinteressenten mit akutem Bedarf genutzt werden können. -fr-

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