Ölpreise stabilisieren sich

07.05.24 • 10:03 Uhr • HeizOel24 News • Fabian Radant

Die Spannungen im Nahen Osten führten heute nur noch zu leichten Ölpreisanstiegen von bis zu 0,2 Cent bzw. Rappen pro Liter. Zwar lehnten die Hamas und Israel die Waffenstillstandskompromisse des jeweils anderen ab und Israel startete seine Offensive in die palästinische Stadt Rafah, auf der anderen Seite entsandte Israel auch erstmals eine eigene Delegation zu den Verhandlungen. Zukünftig Angebotssteigernd dürften sich derweil die verstärkten Investitionen des Ölmarktes in die Tiefseeölförderung erweisen.

Der Euro stagniert bei 1,076 Dollar und auch ICE Gasoil, welches sich minimal auf 750 Dollar pro Tonne steigern konnte, wartet auf Richtungsimpulse. Die Rohölsorten Brent und WTI folgen derweil minimalen Abwärtstrend, halten sich allerdings bei 83 bzw. 78 Dollar pro Fass.

Die Ölpreise erhielten gestern Unterstützung von der Hamas und Israel. Erstere lehnten den Kompromiss Israels ab und schlugen einen eigenen Kompromiss vor. Letzteres griff daraufhin die im südlichen Palästina gelegene Stadt Rafah an. Noch ist die Hoffnung auf einen baldigen Waffenstillstand jedoch nicht vom Tisch. Israel lehnt zwar wiederum den Vorschlag der Hamas ab, entsendet jedoch erstmals eine Delegation zu den Waffenstillstandsgesprächen. Damit blieb der Aufwärtsdruck vorerst begrenzt.

Langfristig positiv bzw. preissenkend wird sich das wieder aufkeimende Interesse der Ölbranche an der Tiefseeölförderung auswirken. Aufgrund der langfristig hohen Rohölpreise von über 70 Dollar pro Fass, steigen die Investitionen in dem Bereich bis 2027 um voraussichtlich 30 Prozent gegenüber 2023 an. Neben der höheren Lebensdauer und konstanteren Förderung, ist die Tiefseeförderung zusätzlich Emissionsärmer als die Schieferölförderung.

Der österreichische Markt hinkt den Börsenentwicklungen hinterher und die dortigen Heizölpreise starten mit einem minimalen Minus von 0,05 Cent pro Liter in den Tag. Allerdings sanken sie im gestrigen Tagesverlauf zusätzlich um 0,45 Cent pro Liter, so dass sich ein guter Kaufzeitpunkt für österreichische Interessenten gebildet hat. In der Schweiz fiel der Heizölpreis um durchschnittlich 0,15 Rappen pro Liter, stieg am Vortag allerdings auch um 1,35 Rappen. In Deutschland stiegen die Heizölpreise im Schnitt um 0,2 Cent pro Liter, dennoch gibt es vereinzelt noch Angebote von knapp unter 0,95 Cent pro Liter Heizöl. Der morgen Nachmittag kommenden Bericht des US-amerikanischen Department of Energie (DOE) könnte für Ölpreisaufwärtsdruck sorgen. Der Ölmarktgeht von Bestandsabbauten aus, lag allerdings in der jüngeren Vergangenheit mit seinen Prognosen häufig weit neben den tatsächlichen Entwicklungen. -fr-

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