Öl- und Heizölpreise bewegen sich kaum

08.01.26 • 10:36 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Die Ölpreise standen am Mittwoch unter Druck, nachdem die US-Sanktionen gegen Venezuela gelockert werden sollen und das DOE starke Aufbauten bei den Rohölbeständen meldete. Noch nicht sicher, wohin die Reise gehen soll, bewegen sich die Heizölpreise in der DACH-Region erstmal vorsichtig um das Vortagsniveau. Die Nachfrage ist seit Jahresbeginn spürbar angezogen.

Die Ölpreise bleiben zum Donnerstag von einem klar bearishen Grundton geprägt. Am Weltmarkt dominiert weiterhin die Erwartung eines deutlichen Überangebots im laufenden Jahr und es mehren sich die Anzeichen, dass Washington weniger auf Angebotsverknappung als vielmehr auf eine schrittweise Rückführung der Sanktionen und eine Neuordnung der Ölströme in Venezuela setzt. So steht im Raum, dass sich die USA in die Geschäfte des staatlichen venezolanischen Ölkonzerns PDVSA einklinken, um Erlöse aus Ölverkäufen zunächst zur Stabilisierung der Wirtschaft des OPEC-Landes zu nutzen. Nach Angaben von US-Energieminister Chris Wright sollen diese Einnahmen perspektivisch auch dazu dienen, US-Ölkonzerne für Verluste aus früheren Enteignungen zu entschädigen. Vorgesehen ist zunächst der Verkauf vorhandener Lagerbestände, während zusätzliche Fördermengen erst zu einem späteren Zeitpunkt auf den Markt kommen könnten.

Hinzu kommt, dass die jüngsten US-Bestandsdaten des Department of Energy (DOE) bei Benzin und Destillaten kräftige Aufbauten gezeigt haben. Damit wird deutlich, dass die Versorgungslage trotz einzelner Rückgänge bei Rohöl komfortabel bleibt. Auch charttechnisch fehlt es derzeit an Impulsen für eine nachhaltige Gegenbewegung. Mehrere Erholungsversuche wurden in den vergangenen Tagen rasch wieder abverkauft, was die zurückhaltende Marktstimmung unterstreicht. Insgesamt bleibt der Ölmarkt anfällig für weitere Abschläge.

In Deutschland haben die Heizölpreise zum Donnerstag leicht nach oben bewegt, bleiben aber auf Richtungssuche. Der bundesweite Durchschnitt liegt aktuell bei rund 88,7 Cent je Liter für eine Standardlieferung von 3.000 Litern und damit 0,3 Cent je Liter über dem Niveau von gestern.

In Österreich setzt sich die zögerliche Abwärtsbewegung fort. Hier liegt der Durchschnittspreis derzeit bei etwa 1,05 Euro je Liter. Im Vergleich zum Jahresende haben sich die Preise damit deutlich entspannt. Viele Verbraucher zeigen sich abwartend und beobachten zunächst die weitere Entwicklung an den Ölbörsen. In der Schweiz geben die Heizölpreise ebenfalls nach. Der aktuelle Durchschnitt bewegt sich um 89,9 Rappen je Liter. Nach dem kurzen Preisschub zu Jahresbeginn hat sich der Markt wieder beruhigt und das Niveau bleibt klar verbraucherfreundlich.

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