Heizölpreise geben nach

22.04.24 • 10:40 Uhr • HeizOel24 News • Fabian Radant

Aufgrund der scheinbaren Deeskalationsbemühungen zwischen dem Iran und Israel sowie der potentiell länger als erwartet hohen US-amerikanischen Zinsen, befinden sich die Ölpreise aktuell auf einem starken Abwärtskurs. Für Heizölinteressenten bedeutet dies zum Wochenstart einen Rückgang von bis zu 0,5 Cent bzw. Rappen pro Liter und in mehreren Bundesländern Preise von im Schnitt unter einem Euro pro Liter.

Der Euro konnte minimal auf 1,065 Dollar zulegen und wartet auf Richtungsimpulse, während die Ölpreise einem starken Abwärtstrend folgen. Die Rohölsorten Brent und WTI werden derzeit mit 86 bzw. 82 Dollar pro Fass und ICE Gasoil mit 770 Dollar pro Tonne gehandelt. Damit sind weitere Heizölpreissenkungen im Tagesverlauf wahrscheinlich.

Die Lage im Nahen Osten entspannt sich weiter der israelische Gegenschlag am Freitag erfolgte aus dem Iran selbst heraus und verursachte, wie der iranische Angriff auf Israel zuvor, nur geringe Schäden. Damit haben beide Seiten das Gesicht gewahrt und ein direkter Krieg zwischen den beiden Nationen wurde vorerst verhindert. Der Ölmarkt preist deshalb die relevanten Risikoaufschläge wieder aus.

Nachfrageseitig gibt es Abwärtsdruck aus den USA. Die Mitglieder der dortigen Zentralbank (Fed) ändern vermehrt ihre Position zu einer längeren Hochzinsphase hin. Hintergrund sind die seit drei Monaten höher als erwartet ausfallenden Inflationsdaten. Der Ölmarkt geht inzwischen vermehrt davon aus, dass es frühstens im September zu Zinssenkungen in den USA kommen wird und dass es weniger als drei Zinssenkungen 2024 umgesetzt werden. Höhere Zinsen wirken sich negativ auf die Ölnachfrage aus und senken damit die Preise.

Die Heizölpreise in der DACH-Region geben zum Wochenstart nach. In Österreich im Schnitt um 0,05 Cent, in der Schweiz um 0,1 Rappen und in Deutschland um 0,5 Cent pro Liter. Damit liegt der Heizölpreis in der Bundesrepublik im Durchschnitt wieder sehr nah bei einem Euro pro Liter. -fr-

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