Heizölpreisanstieg vor Osterfest?

28.03.24 • 08:38 Uhr • HeizOel24 News • Fabian Radant

Die Heizölpreise starten mit einem Plus von bis zu 0,6 Rappen bzw. Cent in den Tag, während der Ölmarkt noch auf weitere Richtungsimpulse wartet. Hier stehen mehrere potentielle Preistreiber zur Wahl. Zum einen wird der neuste DOE-Bericht preissteigernd bewertet, trotz der Bestandsanstiege, zum anderen haben die USA erneut Rohöl für ihre strategischen Reserven gekauft und die erfolgreichen ukrainischen Drohnenangriffe zwingen Russland dazu Benzin zu importieren.

Trotz einer Vielzahl leicht preissteigernder Neuigkeiten, starten die Ölpreise neutral in den Tag. Ein Fass der Nordseerohölsorte Brent wird mit 86 und ein Fass der US-amerikanischen Rohölsorte WTI mit 81 Dollar gehandelt. ICE Gasoil notiert aktuell bei 815 Dollar pro Tonne und der Euro bei 1,081 Dollar. Aufgrund der aktuellen Nachrichtenlage sind Heizölpreisanstiege im Tagesverlauf möglich.

Die Ölpreise ziehen kurz vor dem hiesigen Feiertagswochenende an. Hintergrund ist eine Neubewertung der US-amerikanischen Department of Energy (DOE) Daten durch den Ölmarkt. Zwar gab es in allen Bereichen Anstiege, außer den Destillaten zu denen auch Heizöl zählt, allerdings liegen die Rohölaufbauten mit einem Plus von 3,2 Mio. Fass deutlich unter den prognostizierten 9,3 Mio. Fass des US American Petroleum Institute (API) vom Vortag. In Kombination mit der gestiegenen US-amerikanischen Raffinerieauslastung und dem vom Ölmarkt prognostizierten Ölangebotsdefizit für den Rest von 2024, wirkt dies potentiell preissteigernd.

Die Verkündung des DOE, über den Rückkauf weiterer 2,8 Mio. Fass Rohöl für die strategischen Reserven des Landes und das zu einem Preis von 81,32 Dollar pro Fass, könnte für zusätzlichen Ölpreisaufwärtsdruck sorgen. Der Preis liegt über der erst kürzlich auf 79 Dollar pro Fass angehobenen Obergrenze. Laut dem DOE liegt der Durchschnittspreis aller bisherigen Rückkäufe mit 76,47 Dollar allerdings unterhalb von 79 Dollar und auf der anderen Seite über den ursprünglichen 72 Dollar pro Fass.

Die erfolgreichen ukrainischen Drohnenangriffe auf russische Raffinerien degradieren Russland aktuell vom Benzinexporteur zum -importeur. Bereits Anfang des Monats hat Russland einen Benzinexportstopp verkündet, um den heimischen Markt versorgen zu können. Um die Ausfälle zu kompensieren, importiert Russland immer mehr Benzin aus dem benachbarten Belarus. Im Januar 2024 gab es noch keine Importe aus dem Nachbarland, im Februar waren es rund 4.350 Fass und im März sind es bisher ca. 22.2000 Fass. Dies wiederum wirkt sich global Ölproduktpreissteigernd aus.

Während die Heizölpreise in der Schweiz und Österreich noch auf dem Vortagesniveau verharren, werden die jüngsten Nachrichten im deutschen Markt, mit einem Plus von durchschnittlich 0,6 Cent, bereits eingepreist. Dennoch gibt es weiterhin, vor allem im Süden und Westen der Bundesrepublik, Angebote von unter einem Euro pro Liter. -fr-

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