Ölpreise: Börsen warten auf Impulse

30.01.24 • 12:58 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Die Ölpreise erleben eine leichte Korrektur nach einem Anstieg zu Wochenbeginn, beeinflusst durch geopolitische Spannungen und die unsichere Lage in Venezuela. Mit den heute erwarteten Daten des American Petroleum Institute warten Marktteilnehmer auf richtungsweisende Impulse. Die Heizölpreise kommen in weiten Teilen des heimischen Markts zurück, wobei die Abschläge regional sehr unterschiedlich ausfallen.

Die Ölpreise gaben am Dienstag leicht nach und suchen nach neuen Richtungsimpulsen. Mit bullishen Gepäck starteten sie in die neue Handelswoche. So führten Angriffe der Huthi-Rebellen auf einen russischen Naphta-Tanker im Golf von Aden und ein Drohnenangriff auf einen US-Stützpunkt in Jordanien, bei dem drei US-Soldaten getötet wurden, zu einem Anstieg der Risikoprämien und Ölpreise. Diese Vorfälle ließen auch die Sorge um eine mögliche direkte Konfrontation zwischen den USA und dem Iran wachsen, was zusätzliche Unsicherheit auf den Ölmärkten verursachte.

Ein weiterer Faktor, der die Märkte beeinflusst, ist die politische Lage in Venezuela. Die USA stehen kurz davor, ihre Sanktionen gegen den venezolanischen Energiesektor wieder zu verschärfen, nachdem die Regierung Maduro die Bedingungen der USA nicht erfüllt hat. Diese Entwicklung könnte dazu führen, dass die USA nicht nur die bisherigen Lockerungen zurücknehmen, sondern auch neue Sanktionen einführen. Die aktuelle Situation auf dem Ölmarkt ist stark von der geopolitischen Lage in den USA geprägt, insbesondere im Hinblick auf den Drohnenangriff in Jordanien. Eine Eskalation der Spannungen zwischen den USA und dem Iran, insbesondere eine direkte Konfrontation, könnte die Ölversorgung beeinträchtigen und zu einer Blockade der Straße von Hormus führen, einem wichtigen Durchgang für den internationalen Ölhandel. Analysten erwarten, dass die OPEC und ihre Partner die Lage in den kommenden Wochen beobachten und keine größeren Entscheidungen bei ihrem nächsten Treffen treffen werden. Auch die bevorstehende Sitzung der US-Notenbank wird mit Spannung erwartet, wobei keine Änderungen der Zinsniveaus prognostiziert werden. Dies könnte den Dollar und somit indirekt die Ölpreise beeinflussen.

Heute Abend richten sich die Augen der Marktteilnehmer auf die US-Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API). Analysten rechnen mit einer Abnahme der landesweiten Rohöl- und Destillatvorräte sowie einem Anstieg der Benzinbestände. Der offizielle Bestandsbericht des US-Energieministeriums (DOE), der morgen veröffentlicht wird, wird weitere Klarheit bringen.

Nach dem starken Anstieg der Heizölpreise zu Wochenbeginn, kommen diese heute ein gutes Stück zurück. Für Verbraucher aktuell wenig Motivation, um zu tanken. Nach dem recht aussichtsreichen Jahresstart und der folgenden intakten Abwärtsbewegung, ziehen die Heizölpreise seit gut einer Woche wieder gen Norden und folgen der Unsicherheiten an den Börsen. Während der Rest von Deutschland mit Abschlägen bis zu 1,5 Cent je Liter glänzt, zeigt sich der Norden (Schleswig-Holstein, Bremen, Hamburg) preisresistent. Allem in allem hat die Nachfrage den Winterschlaf-Modus erreicht und Verbraucher warten genauso wie Marktteilnehmer auf neue Impulse.

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