Heizölpreis: Abwärtstrend in Gefahr

25.01.24 • 13:00 Uhr • HeizOel24 News • Fabian Radant

Durch den Kälteeinbruch in den USA fielen Förder- und -verarbeitungskapazitäten für Rohöl aus, was aktuell die Ölpreise nach oben treibt. Zusätzlich verkündete die chinesische Zentralbank wirtschaftsstützende Maßnahmen, welche für Aufwärtsdruck am Ölmarkt sorgen. Heizölnutzer in Deutschland, Österreich und der Schweiz müssen deshalb bereits jetzt Aufpreise von bis zu 1,2 Cent bzw. Rappen pro Liter einplanen. Die Nachfrage geht preisbedingt zurück, zumal Europa aktuell wieder auf der milden Wetterseite liegt. Der mittelfristige Abwärtrend der letzten Monate gerät durch die Preisaufschläge in Gefahr.

Der Euro stagniert bei 1,089 Dollar, während die Rohöl- und Ölproduktpreise einem starken Aufwärtstrend folgen. Ein Fass Brent wird mit 81 und ein Fass WTI mit 76 Dollar gehandelt, während die Tonne ICE Gasoil mit 826 Dollar bewertet wird. Tendenziell dürften die Heizölpreise im Tagesverlauf damit weiter steigen.

Der gestern veröffentlichte Bericht des American Petroleum Institute (API) brachte mit seinen durchwachsenen Zahlen keine großen Richtungsimpulse für den Ölmarkt. Der gestern Nachmittag veröffentlichte Bericht des US-amerikanischen Department of Energy (DOE), welcher mehr und genauere Zahlen enthält, wirkt dagegen kurzfristig preistreibend. Zwar stiegen die Benzinbestände der erneut stärker als vom Markt erwartet an, dieser preissenkende Faktor wird allerdings von den weit stärker als erwartet gesunkenen Destillat- und Rohölbeständen, sowie der stark gesunkenen Raffinerieauslastung, in den Schatten gestellt.

Chinas wackliges Wirtschaftswachstum hat die letzten Monate für Abwärtsdruck am Ölmarkt gesorgt. Gestern hat die chinesische Zentralbank (PBOC) jedoch eine Änderung der Sicherheitsreserven an chinesische Banken durchgeführt. Es kam zu einer starken Reduktion, welche 140 Milliarden Dollar in das chinesische Bankensystem spült. Die Änderung gilt ab dem 5. Februar. Zusätzlich will die PBOC die Richtlinien für Gewerbeimmobilienkredite vereinfachen und so dem seit über einem Jahr strauchelnden Immobiliensektor des Landes unter die Arme greifen. Investoren am Ölmarkt werten diese Mitteilungen als preistreibend.

In Österreich bewegten sich die Heizölpreise am Wochenanfang nur langsam, legten heute allerdings bereit durchschnittlich 0,55 Cent pro Liter Heizöl, verglichen mit dem Endwert des Vortages zu. Insgesamt stiegen die Preise seit Wochenbeginn bereits um im Schnitt 2,35 Cent pro Liter Heizöl an. Deutsche Heizölinteressenten zahlen heute Vormittag durchschnittlich 0,6 Cent und auf Wochensicht bisher 1,2 Cent mehr pro Liter. Regional gibt es im Süden und Westen der Bundesrepublik vereinzelt dennoch Preise von rund einem Euro pro Liter. In der Schweiz zahlen Heizölinteressenten heute Vormittag dagegen im Schnitt 1,05 Rappen und auf Wochensicht 1,1 Rappen mehr pro Liter. -fr-

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